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WM USA: Ricarda Funk paddelt im Kajak-Cross Individual auf Platz sechs
Beim Auftakt-Wettkampf der Weltmeisterschaften im Kanuslalom und Kajak-Cross
im US-amerikanischen Oklahoma City hat Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) mit
dem sechsten Platz das beste Ergebnis aus deutscher Sicht eingefahren.
Zwar war für die 34-jährige Rheinländern aufgrund ihres Rennverlaufs ein
Podestplatz zum Greifen nahe,
aber dann bereitete ihr die Kajakrolle ein paar Schwierigkeiten. „Dir
Crossstrecke ist nicht einfach, die Rollzone hängt an einer sehr
unangenehmen Stelle und genau da ist, glaube ich, auch ein Sekündchen
flöten gegangen, die mir am Ende vielleicht – man weiß
es natürlich nicht genau – eine Medaille gekostet hat.“, sagte Funk.
„Grundsätzlich bin ich aber gut in das Rennen hineingekommen, das
Feeling war da. Ich war im Fokus und das versuche ich jetzt
mitzunehmen.“
Andrea Herzog (Leipziger KC) zeigte einen guten Lauf, der am Ende
für Platz 13 reichte und damit auch eine sehr gute Ausgangsposition für die Kopf-an-Kopf-Rennen bedeutet.
Annkatrin Plochmann (SGV Nürnberg-Fürth) paddelte auf Rang 34 im den 60-köpfigen Feld und ist damit auch eine Runde weiter.
Den Sieg holte die Australierin Jessica Fox vor Katerina Bekova aus Tschechien
und der Britin Lois Leaver.
In der Herrenentscheidung haben Stefan Hengst (KR Hamm) und Felix Sachers
(Leipziger KC) mit den Plätzen 26 (+2,86 s) und 40 (+3,99 s) den
Einzug in die Kopf-an-Kopf-Rennen geschafft. Allerdings sind diese
hinteren Platzierungen keine gute Voraussetzung für die Kämpfe Mann
gegen Mann, da sie nicht die Wahl auf der Startrampe
haben, was entscheidend sein kann. Für den dritten deutschen Starter, Marten Konrad (WSC Dormagen) ist
die WM leider schon beendet. Der 21-Jährige rutsche bereits an Tor
zwei, einem Aufwärtstor, ab, musste die Befahrung erneut ansetzen, was
zu viel
Zeit kostete. Am Ende bedeutete das Platz 51 für ihn in dem 75-köpfigen
Teilnehmerfeld. Die Herrenkonkurrenz gewonnen hat einmal mehr der Brite
Joseph Clarke vor dem Tschechen Jakub Krejci und David Llorente aus
Spanien.
Das
Format der Kajak-Cross-Entscheidungen unterscheidet sich von dem bei
Weltcups. So qualifizieren sich bei der WM zunächst die 42 Schnellsten
aus den Time Trials (Einzelzeitfahren) für die Kopf-an-Kopf-Rennen
(Round 1). Die dann jeweils beiden Erstplatzieren ziehen direkt in die
Heats (Achtelfinals) ein. Für die 20 „Verlierer“
gibt es eine Hoffnungsrunde (Repechage): Aus diesen fünf
Kopf-an-Kopfrennen können sich noch zehn Athleten für die Heats
qualifizieren. Mit diesen in Summe 32 Qualifizierten geht es dann wie
bisher gewohnt in die Heats, also die Achtelfinals.
Bilder und Text: Uta Büttner
26.07.2026
Live-Ergebnisse:
https://www.canoeicf.com/canoe-slalom-world-championships/oklahoma-city-2026/results
Cheftrainer
Thomas Apel sagte nach dem WM-Wettkampfauftakt, „es ist, wie wir es
erwartet haben. Die Strecke ist kurz und schnell und verzeiht keine
Fehler. Marten Konrad musste das schmerzhaft feststellen“. Er habe auf
der gesamten Strecke die Schnelligkeit gehabt. 2,6
Sekunden fehlten Konrad auf den letzten Qualifizierten. „Das ist eine
schmerzhafte Erfahrung für ihn als jungen Sportler. Aber ich denke, er
hat gezeigt, dass mit ihm in Zukunft zu rechnen sein wird. Die
Qualifikation aller drei Damen sehe er als relativ souverän
geschafft. „Ich glaube, die Eskimorolle hat noch bessere Platzierungen
verhindert“. Nun werde mit diesen Voraussetzungen die Taktik für die
Kopf-an-Kopf-Rennen am Samstag besprochen.
Deutsches Canadier-Männer-Team holt WM-Bronze
Herzlichen Glückwunsch für das erfolgreiche C 1 Herrenteam für die WM Bronzemedaille!
Die
erste Medaille für Deutschland bei den Kanuslalom-Weltmeisterschaften
im US-amerikanischen Oklahoma City gewinnen
die Canadierpaddler Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg), Lennard
Tuchscherer (Leipziger KC) und Timo Trummer (KV Zeitz) gemeinsam im
Teamwettbewerb. Als erste in den Wettkampf gestartet, mussten die Drei
lange warten, bis das Ergebnis feststand. Sie
wussten, sie hatten einen guten Lauf den Wildwasserkanal von Riversport
Rapids. Doch was war er wert? Am Ende setzten sich nur noch Briten und Franzosen vor das deutschen Trio.
Bild v.l.: Timo Trummer-Lennard Tuchscherer-Sideris Tasiadis
Die Freude über Bronze war groß, zumal seit vielen Jahren Deutschland in
dieser Disziplin kein WM-Edelmetall holen konnte. „Man sieht jetzt
schon, was für Potenzial wir in uns haben“, sagte Tasiadis, der die
Fahrt des Trios anführte. Die Taktik, die sich das
Team zurechtgelegt hatte, war aufgegangen. Tuchscherer fuhr als
Letzter. „Meine Aufgabe war es, dranzubleiben und die Fahrt von Timo
weiterhin zu ermöglichen“, erklärte er, denn es gilt immer das richtige
Timing zu finden, um sich nicht gegenseitig im Weg
zu stehen, aber die Linie auch nicht zu verlassen. „Dafür hatte ich am
Anfang der Strecke relativ viel Ruhe im Vergleich zu den beiden anderen
und musste dann an gewissen Punkten wieder anziehen“, berichtete der
Leipziger. „Uns war bewusst, wir wollen als
Mannschaft immer zusammenbleiben, aber auch genügend Platz lassen,
damit die Fahrt reibungslos verläuft“, sagte Tasiadis. Trummer freue
sich sehr über die Medaille, nachdem es zuvor am Vormittag mit seinem
Vorlauf-Aus nicht nach Wunsch gelaufen war. „Es ist
immer ein bisschen schade, wenn man es im Einzel nicht hinkriegt. Aber
es ist ja unabhängig von der Mannschaft. Da muss man dann trotzdem
ordentlich und fokussiert herangehen. Deshalb bin ich auch sehr froh,
dass wir das heute gemeinsam runtergerockt haben“,
sagte der Zeitzer und ergänzte, „im Einzel muss ich noch ein bisschen
an mir arbeiten“. Viel Zeit zum Verarbeiten des Einzellaufes hatte der
30-Jährige nicht. „Ich habe in der Zwischenzeit versucht, es nicht so an
mich heran zu lassen, damit ich den Fokus
und die Konzentration für die Mannschaft noch habe, weil es da nicht
nur um mich geht, sondern auch um die anderen beiden.“
Live-Ergebnisse:
https://www.canoeicf.com/canoe-slalom-world-championships/oklahoma-city-2026/results
Für das deutsche Canadier-Team mit den drei Leipzigerinnen Andrea
Herzog, Nele Bayn und WM-Debütantin Lucie Krech lief es dagegen nicht so
gut. Sie hatten sich viel vorgenommen, auch nach Edelmetall geschaut.
Doch mit vier Strafsekunden im Gebäck landete das
Damen-Trio am Ende auf dem achten Rang. Gold gewann die Slowakei vor
tschchien und Frankreich.
Am heutigen Donnerstag finden mit den Halbfinals und Finals die
Entscheidunge n im Kajak der Damen und Herren. Die Finals starten ab
21.06 Uhr CET.
WM USA: Fünf der sechs deutschen Canadierboote im Halbfinale
Fünf der sechs deutschen Canadierboote konnten sich bei den
Kanuslalom-Weltmeisterschaften im US-ameriakanischen Oklahoma City für
die Halbfinals der besten 30 qualifizieren. Souverän dabei die Fahrt von
Lennard Tuchscherer (Leipziger KC), der auf Rang neun
paddelte. Ebenfalls kontrolliert qualifizierte sich Sideris Tasiadis
mit Platz 13. Ebenfalls eine Runde weiter sind alle drei Damen vom
Leipziger KC mit den Plätzen 23, 25 und 27 durch Nele Bayn, Andrea
Herzog und Lucie Krech. Timo Trummer (KV Zeitz) erreichte
das Halbfinale nicht. Der 30-Jährige kassierte sechs Strafsekunden, was
am Ende Platz 51 in dem 70-köpfigen Feld bedeutete.
WM USA: Deutsche Kajak-Teams paddeln auf Rang acht
Die deutschen Kajak-Damen können diesmal von den
Kanuslalom-Weltmeisterschaften kein Edelmetall im Team mitnehmen. Im
vorigen Jahr noch zu Silber gefahren, reichte es für Ricarda Funk (KSV
Bad Kreuznach & KSA), Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg) und
Annkatrin
Plochmann (SGV Nürnberg-Fürth) nur für den achten Platz. 13 Nationen
waren an den Start gegangen. Dabei sah es zunächst richtig gut aus, bis
Emily Apel kenterte, was viele Sekunden kostete und damit auch die
Chance auf einen Podestplatz. Den Sieg sicherte
sich Australien vor Frankreich und der Slowakei.
Ebenfalls auf Rang acht paddelte das deutsche Kajak-Männerteam. Noah
Hegge (Kanu Schwaben Augsburg), Stefan Hengst (KR Hamm) und Christian
Stanzel (Augsburger KV) waren schnell unterwegs, jedoch mit vier
Strafsekunden wegen zwei Torstabberührungen im Gepäck
war ein Greifen nach Edelmetall unmöglich geworden. Gold gewann
Slowenien vor der Schweiz und Österreich. 18 Nationen waren an den Start
gegangen.
Marianne Stenglein, Kanu Schwaben Augsburg / Presse DKV Uta Büttner & Fotos
Sideris Tasiadis bester Deutscher in den Canadier Einer Disziplinen - im Finale wurde er "Achter"
WM USA: Sideris Tasiadis wird WM-Achter
Bild: Sideris Tasiadis
Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg) hat mit Platz acht die beste
Leistung des deutschen Canadier-Teams bei den
Kanuslalom-Weltmeisterschaften im US-amerikanischen Oklahoma City
gezeigt. Zwar kam der 36-Jährige ohne Torstabberührung durch den
Wildwasserkanal
von Riversport Rapids, aber er konnte seine gute Halbfinalzeit nicht
toppen, was für einen Endlauf meist nötig ist. Im Gegenteil. Der vor ihm
gestartete nun neue Weltmeister, Miquel Trave aus Spanien, hatte eine
Marke gesetzt, die auch Tasiadis vor seinem
eigenen Lauf nicht entgangen war. „Ich habe die Zeiten schon gewusst,
da habe ich mich aber nicht unter Druck setzen lassen. Ich dachte, wenn
ich einen guten Lauf hinbekomme, kann ich das auf jeden Fall auch
hinbekommen“, sagte der Augsburger. Doch im unteren
Streckenabschnitt habe er zweimal die Kante verloren, „dann steht das
Boot erst einmal auf der Stelle und ich muss es immer wieder
vorantreiben“, erklärte er seine Fahrfehler. „Und das hat mich ein
bisschen geärgert, dass ich zweimal den Schwung in das nächste
Auswärtstor nicht mitnehmen konnte.“ Er freue sich dennoch, dass er mit
diesem Platz wichtige Punkte für den Olympia-Quotenplatz mitnehmen
konnte. Silber und Bronze sicherten sich der Brite Adam Burgess und der
Tscheche Lukas Kratochvil.
Der zweite deutsche Halbfinalist Lennard Tuchscherer (Leipziger KC)
paddelte nach seinem souveränen Endlaufeinzug am Ende auf den zehnten
Platz. Der 27-Jährige hatte gleich einen Startfehler zu verkraften,
kassierte gleich am ersten Tor wegen einer Berührung
zwei Strafsekunden, darüber, so sagte er, „könnte ich immer noch ein
bisschen weinen“. Selbstreflektierend resümierte er: „Die anderen
Athleten hier sind einfach Weltspitze, fahren Topzeiten, immer wieder“,
sagte der Leipziger und ergänzte selbstkritisch,
er noch viel zu tun habe, um an diese starken Leistungen heranzukommen.
„Aber es hier zum Jahreshöhepunkt zu schaffen, trotzdem, auch wenn ich
hinten dran bin, mitzufahren, bin ich trotzdem zufrieden.“ Zumal er mit
der Mannschaft vor zwei Tagen zu WM-Bronze
fahren konnte.

Bild: Sideris Tasiadis
Ganz bitter war das Halbfinal-Aus aller drei deutschen Canadierdamen.
Dabei war Andrea Herzog (Leipziger KC) mit Platz 13 ganz knapp am
Endlauf vorbei geschrammt. Der 26-Jährigen fehlten 0,39 Sekunden auf den
letzten Finalplatz. Ihre Clubkameradinnen Lucie
Krech und Nele Bayn landeten auf den Rängen 19 und 22. Positiv: Die
22-jährige Nachwuchshoffnung und frisch gebackene U23-Weltmeisterin
Lucie Krech hat sich gut geschlagen, was für die Zukunft hoffen lässt.
Cheftrainer Thomas Apel sagte, „Lucie hat sehr wertvolle
Erfahrung hier sammeln können. Sie hat sich mit ihrer Unbekümmertheit
sehr gut präsentiert. Ihre reine Fahrzeit hätte auch für das Finale
gereicht. Für ihr Alter aller Ehren wert. Ich sage, jetzt nicht darauf
ausruhen, sondern weiter hart arbeiten. Dann ist,
denke ich, mit Lucie in Zukunft auch zu rechnen.“ Die Damenkonkurrenz
gewann die Tschechin Tereza Kneblova vor Monica Doria aus Andorra und
Klaudia Zwolinska aus Polen.
Im Vorlauf bereits am Mittwoch ausgeschieden war Timo Trummer (KV Zeitz).
Cheftrainer Thomas Apel sagte, „leider ist Andrea an einem Platz
gescheitert. Das setzt so ein bisschen den Trend der Saison fort.“ In
Bezug auf die Olympia-Quotenplatzvergabe liegt Deutschland bei den
Canadier-Damen damit aktuell auf Platz elf. Zehn Nationen
bekommen am Ende einen Quotenplatz in dieser Disziplin. „Mit dem
Resultat kann man in Richtung Olympia-Quali leben, aber für die WM
hatten wir uns natürlich mehr vorgestellt. „Die C1-Männer – im Vorfeld
viel gescholten – haben, denke ich, sehr gut ihre Lehren
aus dem Vortag gezogen. Sie haben sich gute Linien bei den Kajaks
abgeschaut. Es war eine sehr souveräne Vorstellung im Halbfinale.“ Die
Strecke sei für die Linksschläger, was Tasiadis und Tuchscherer sind,
„war die Strecke mit sehr viel Arbeit behaftet“.
Aber das solle keine Entschuldigung sein, denn der
Silbermedaillengewinner habe bewiesen, was möglich war. „Für Lennard und
Sideris gilt es, jetzt daraus Bestätigung mitzunehmen, dass der Weg
richtig ist.“ Lennard ist nun nach dem WM-Finaleinzug in Australien
voriges Jahr erneut in den Endlauf gepaddelt. „Das ist eine
Entwicklung, die wir gerne im Vorfeld unterschrieben hätten. Und Sideris
ist auf dem Weg zurück, sich in der Weltspitze zu etablieren. Und dann
müssen wir bei den letzten beiden Weltcups in diesem
Jahr die letzten Puzzleteile noch zusammensetzen.“
Heute werden die Kajak-Cross-Entscheidungen der Damen und Herren
ausgetragen. Start ist 17.04 Uhr CET. Das deutsche Team ist mit Ricarda
Funk (KSV Bad Kreuznach), Andrea Herzog (Leipziger KC), Annkatrin
Plochmann (SGV Nürnberg-Fürth), Stefan Hengst (KR Hamm)
und Felix Sachers (Leipziger KC)
WM USA: Platz fünf für Ricarda Funk
Die Enttäuschung stand Tokio-Olympiasiegerin Ricarda Funk (KSV Bad
Kreuznach & KSA) ins Gesicht geschrieben. Platz fünf für die
Rheinländerin. „Ich bin an für sich sehr gut im Lauf drin gewesen. Ich
war im Modus, ich war auf Angriff gepolt. Leider habe ich
den ersten entscheidenden Move nicht exakt getroffen und habe direkt
dort Zeit verloren. Ich finde aber, dass ich wieder gut zurück auf die
Linie gefunden habe“, sagte die 34-Jährige, der am Ende 0,78 Sekunden
auf Bronze fehlten. „Es tut weh. An für sich hatte
ich mich gut gefühlt.“ In Hinblick auf das Sammeln der Punkte für den
Olympia-Quotenplatz könne sie zufrieden sein, „aber im Hinblick auf die
Weltmeisterschaft habe ich schon auf eine Medaille geschielt. Und ich
denke schon, dass auch eine Medaille hätte drin
sein können.“
Die WM ist für Funk aber noch nicht vorbei. Am letzten WM-Tag steht noch
Kajak-Cross an. „Dann heißt es, Ellenbogen ausfahren und kämpfen, was
das Zeug hält“, konnte die Rheinländerin dann doch noch mit einem
kleinen Lächeln sagen.
Bild: Ricarda Funk
Alle anderen Kajakboote waren vorzeitig ausgeschieden
Große Enttäuschung hingegen im deutschen Kajak-Herrenbereich. Die
deutsche Nummer eins der Herren, Noah Hegge (KS Augsburg), ist nach
einer zumindest umstrittenen Juryentscheidung wegen eines angeblich
nicht korrekt befahrenen Tores, verbunden mit 50 Strafsekunden,
als Halbfinal-23. (+50,86 Sekunden) ausgeschieden. Dabei zeigte der
27-Jährige einen sehr guten Lauf, schien zunächst sicher im Endlauf.
Deutschland legte Einspruch ein, dem allerdings nicht stattgegeben
wurde.
Cheftrainer Thomas Apel fand zu dieser Entscheidung deutliche Worte:
„Ich muss auf Deutsch gesagt feststellen: Wir wurden verarscht. Wir
wurden einer Medaillenchance beraubt. Es war sehr, sehr schwer
nachzuvollziehen, wie die Regelauslegung der ICF vonstattenging.
Solche Situationen wie bei Noah an Tor elf passieren an einem
Wettkampfwochenende wahrscheinlich 50 Mal. Jetzt wurde im Halbfinale der
Kajak dort angefangen“, ein weiterer Paddler hat genau an diesem Tor
auch die Höchststrafe bekommen. „Das war schon ziemlich
schwer zu verdauen. Da bin ich auch noch mächtig angefressen.“
Bild: Ricarda Funk
Für alle weiteren deutschen Kajakboote war auch im Halbfinale Schluss.
Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg) wurde ebenso eine 50-Sekunden-Strafe
wegen eines nicht korrekt befahrenen Tores zum Verhängnis. Im Gegensatz
zu Hegge war dieser Fehler allerdings eindeutig.
Die talentierte Paddlerin war sehr schnell unterwegs, findet meist eine
sehr gute Linie im Wasser. Jedoch die Strafsekunden sind ihre
Achillesferse. So auch diesmal: Insgesamt waren es 54. Am Ende bedeutete
es diesmal Rang 26 für die 23-Jährige.
Stefan Hengst (KR Hamm) kam zwar ohne Berührung durch den schwierigen
Stangenparcours, allerdings blieb der 30-Jährige einige Walzen und
Wellen hängen. Platz 18 für ihn. Gleich hinter ihm rangierte sich
WM-Debütant Christian Stanzel (Augsburger KV) ein. Abschnittsweise
zeigte der 21-Jährige einen guten Lauf, hatte am Ende jedoch sechs
Strafsekunden im Gepäck.
In der Qualifikation bereits am Dienstag ausgeschieden war Annkatrin Plochmann (SGV Nürnberg-Fürth.
Bild: Ricarda Funk
Insgesamt fällt das Fazit des Cheftrainers durchwachsen aus. „Ich denke,
wir haben sehr gute Leistungen gesehen. Wir können uns, glaube ich,
keine Vorwürfe machen, in der Vorbereitung Fehler gemacht zu haben“,
sagte er. Neben der Finalteilnahme von Funk habe
Emily Apel einen beherzten Halbfinallauf gezeigt „und dann war der Kopf
wirklich einmal zu kurz. Mit der 50-Strafsekunde können wir leben.
Bezüglich der Olympia-Quotenplätze zeigte sich Apel jedoch noch recht
entspannt. „Man darf jetzt auch nicht in Panik verfallen.“ Mit Platz
fünf für Funk liege man im Soll – sechs Nationen bekommen 2027 einen
Quotenplatz. Mit der Regelung, dass es fünf Wertungen
aus neun Rennen gibt, „muss man konstatieren: Die Kajak-Männer haben
ihr erstes Streichergebnis schon dabei. Aber gerade mit den gezeigten
Leistungen von Noah muss man das Positive mitnehmen und weiter hart
arbeiten.“
Live-Ergebnisse:
https://www.canoeicf.com/canoe-slalom-world-championships/oklahoma-city-2026/results
Marianne Stenglein, Kanu Schwaben 25.7.2026 / Text und Fotos Uta Büttner
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