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 Info zu Anti-Dopin 


Vorschau auf die Europameisterschaften vom 24. bis 26. September in Ivrea (Italien) –
Ricarda Funk als Titelverteidigerin im K1 verzichtet – Nachwuchs bekomVorschamt Einsatzchance
Der Deutsche Kanu-Verband (DKV) hat fünf neue, junge Athletinnen und Athleten im Alter zwischen 17 und 20 Jahren für die Europameisterschaften im italienischen Ivrea vom 24. bis 26. September nominiert. Damit will der Verband Nachwuchshoffnungen die Chance geben, wichtige Erfahrungen auf international höchstem Niveau zu sammeln, um künftig den Anschluss an die Elite zu schaffen.
Vom WM-Nationalteam sind noch Stefan Hengst (KR Hamm), Andrea Herzog, Lennard Tuchscherer, Lucie Krech und Felix Sachers (alle Leipziger KC), Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg) sowie Marten Konrad (WSC Dormagen) dabei.
Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach & KSA) mit Sonderstartrecht als Titelverteidigerin im Kajak und Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg) verzichten auf den EM-Start aus privaten Gründen.
Die zum Einsatz kommenden jungen Athletinnen und Athleten haben durch ihre Leistungen bei den Europa- und Weltmeisterschaften in den Altersklassen U18 und U23 in diesem Jahr überzeugt. So wurde Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach) U23-Weltmeisterin im Kajak und holte sich den europäischen U23-Titel im Kajak-Cross. Die 20-Jährige wird nun in beiden Disziplinen bei der EM starten.
Das mit 17 Jahren „Küken“ des EM-Teams ist Nova Müller (KST Rhein-Ruhr). Sie wurde in diesem Jahr Junioren-Europameisterin im Kajak und Canadier und verpasste als Vierte bei der Junioren-WM knapp eine Medaille. Bei der EM in Ivrea darf sie sich nun auf international höchstem Niveau in beiden Disziplinen ausprobieren.
Der 18-jährige Jakob Ungvari (Leipziger KC) fuhr im Kajak zum Junioren-EM Meistertitel und darf nun EM-Wasser in dieser Disziplin schnuppern. Ebenfalls im Kajak dabei ist sein Clubkamerad Kilian Käding, der bei der U18-EM mit seiner Silbermedaille überzeugte.
Und im Canadier wurde als Nachwuchsathlet Anton Weber (Leipziger KC) für die EM nominiert. Der 19-Jährige schrammte bei der U23-WM mit seinem vierten Platz an Edelmetall knapp vorbei.
Der von Tasiadis zurückgegebene Startplatz im Canadier der Herren wird nicht besetzt.
Der EM-Zeitplan ist ungewöhnlich eng getaktet und soll an drei Tagen – trotz der zusätzlichen Team-Wettkämpfe – durchgezogen werden, um einen Tag, den Sonntag, für wetterbedingte oder technische Probleme zur Verfügung zu haben. Für die Doppelstarter im Canadier und Kajak wird das eine extrem hohe Belastung.
Besonders ist auch der Wildwasserkanal in Ivrea. Die Strecke hat einen Naturcharakter. Deshalb ist sie nicht vergleichbar mit den ansonsten üblichen Kanälen und gilt als technisch sehr anspruchsvoll und speziell. Insofern wird es spannend, wie auch speziell die Jüngeren diese Herausforderung meistern.
Das EM-Team in Ivrea:
Hengst, Stefan
KR Hamm
K1 & Kajak-Cross
Herzog, Andrea
Leipziger KC
C1 & Kajak-Cross
Tuchscherer, Lennard
Leipziger KC
C1
Apel, Emily
Kanu Schwaben Augsburg
K1 & Kajak Cross
Krech, Lucie
Leipziger KC
C1
Sachers, Felix
Leipziger KC
Kajak-Cross
Konrad, Marten
WSC Dormagen
Kajak-Cross
Ungvari, Jakob
Leipziger KC
K1
Käding, Kilian
Leipziger KC
K1
Pirro, Paulina
KSV Bad Kreuznach
K1 & Kajak-Cross
Müller, Nova
KST Rhein-Ruhr
K1 & C1
Weber, Anton
Leipziger KC
C1
Zeitplan:
Bild: Sideris Tasiadis
Donnerstag, 24. September
09.00 – 12.51 Uhr Qualifikation Kajak und Canadier der Damen & Herren
14.24 – 16.46 Uhr Teamwettbewerbe im Kajak und Canadier der Damen & Herren
Freitag, 25. September
09.05 – 10.08 Uhr Halbfinale Kajak Damen
10.14 – 11.17 Uhr Halbfinale Kajak Herren
11.36 – 12.07 Uhr Finale Kajak Damen
12.14 – 12.45 Uhr Finale Kajak Herren
14.35 – 15.38 Uhr Halbfinale Canadier Damen
15.44 – 16.47 Uhr Halbfinale Canadier Herren
17.06 – 17.37 Uhr Finale Canadier Damen
17.44 – 18.15 Uhr Finale Canadier Herren
Samstag, 26. September
14.20 – 15.10 Uhr Kajak-Cross Individual Damen
15.15 – 16.15 Uhr Kajak-Cross Individual Herren
17.20 – 21.20 Uhr Kajak-Cross Achtel,- Viertel- und Halbfinals Damen & Herren
21.25 – 21.29 Uhr Kajak-Cross Finale Damen
21.34 – 21.38 Uhr Kajak-Cross Finale Herren



Marianne Stenglein / BKV Bezirk Schwaben / Text DKV Uta Büttner, Foto M.STenglein, 22.09.2026

(A)
Ricarda Funk holte sich im Endergebnis der Kanuslalom Weltcups 2026 im Kajak Cross den Gesamt Weltcup Vizetitel
Auch wenn am letzten Tag des Weltcup-Finales im Kanuslalom und Kajak-Cross im spanischen La Seu d’Urgell das deutsche Team keine Medaille einfahren konnte, gab es etwas zu feiern. Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach & Kanu Schwaben) hat im Gesamtweltcup bei Kajak-Cross den zweiten Platz belegt, punktgleich mit der Britin Kimberley Woods. Die Französin Camille Prigent gewinnt diese Wertung knapp mit drei Punkten Vorsprung, die jedoch im Gegensatz zu Funk und Woods an allen fünf Weltcups teilnahm. Die beiden Zweitplatzierten hatten einen Wettkampf ausgelassen.

Bild: Ricarda Funk

In Spanien war Funk nach großem Kampf im Halbfinale ausgeschieden und landete damit auf Rang fünf. Ihr Nachteil im Halbfinale war erneut eine schlechte Startposition auf der Rampe. Sie kam nicht in das schnelle Wasser und hatte somit das Nachsehen gegen Monica Doria aus Andorra und die Französin Camille Prigent. Dennoch: Es war ein großer Kampf, nachdem ihr Start in die Kopf-an-Kopf-Rennen misslungenen war. Wegen eines Fehlers im ersten Lauf landete sie auf Platz vier und musste sich über den Hoffnungslauf zurückkämpfen, was ihr als Zweite auch gelang. Achtel- und Viertelfinale meisterte die Rheinländerin bravourös, traf taktisch sehr gute Entscheidungen und gewann diese Rennen. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner gesamten Cross-Saison“, sagte Funk und räumte jedoch ein, „mein Fokus lag weiter auf dem Slalom. Aber beim Cross war ich im Modus, ich konnte umschalten und habe heute auch die richtigen Entscheidungen getroffen.“ Nach der Extrarund über die Repechages habe sie sich gut erholen können. „Dass jetzt noch ein Gesamtweltcup-Zweiter herausgekommen ist, ist sehr überraschend für mich, weil ein Weltcup gefehlt hat. Ich bin sehr happy.“
In der Herrenkonkurrenz präsentierte sich Marten Konrad (WSC Dormagen) als bester deutscher Mann sehr gut. Im Halbfinale hatte der 21-Jährige dann allerdings keine Chance mehr gegen die Neuseeländer Finn Butcher, Giovanni de Gennaro aus Italien und den Schweizer Martin Dougoud – zumal seine Startposition nachteilig war. Dennoch seine Rennen waren von großen von großem Kampf geprägt, der bis zum Halbfinale auch belohnt wurde. So zeigte der Dormagener in seinem Viertelfinale, dass es sich lohnt, bis zuletzt nicht aufzugeben. Der 21-Jährige schien bereits abgeschlagen Vierter zu werden. Dennoch attackierte er am letzten Aufwärtstor den bis dato Dritten und zog an ihm vorbei. Der Lohn: Platz zwei, weil der als Zweiter über die Ziellinie Gefahrene, Mathurin Madore aus Frankreich wegen eines nicht korrekt befahrenen Tores von der Jury nach hinten gesetzt wurde.
Annkatrin Plochmann (SGV Nürnberg-Fürth) schaffte es mit überzeugenden Kopf-an-Kopf-Rennen bis in das Viertelfinale, wo sie dann als Dritte gegen Monica Doria (Andorra) und Marjorie Delassus aus Frankreich das Nachsehen hatte.
Andrea Herzog (Leipziger KC) zeigte einen großen Kampf in ihrem Achtelfinale, in dem sie sich mit Jessica Fox aus Australien, der Britin Lois Lever und Lea Baldoni aus Kanada messen musste. Im Ringen um die Positionen befuhr die 26-Jährige ein Abwärtstor nicht korrekt, was sie auf Platz vier ihres Rennens katapultierte und das Ausscheiden bedeutete.
Ihr Clubkamerad Felix Sachsers ist ebenfalls im Achtelfinale ausgeschieden. Der 19-Jährige hatte bereits über die Repechages eine Ehrenrunde drehen müssen und deshalb eine ungünstige Position auf der Startrampe, womit er von Beginn an zu kämpfen hatte. Dafür leistete er aber für seinen ebenfalls in diesem Rennen befindlichen Teamkollegen Marten Konrad (WSC Dormagen) etwas Schützenhilfe. Denn während Sachsers am ersten Aufwärtstor mit dem Tschechen Vit Prindis um die Positionen kämpfte, konnte sich Konrad – das andere Aufwärtstor nutzend – etwas Luft zwischen Prindis und sich verschaffen. So kam der der 21-jährige Dormagener als Zweitplatzierter hinter dem Neuseeländer Finn Butcher eine Runde weiter.
Stefan Hengst (KR Hamm) war frühzeitig ausgeschieden. Der 32-Jährige konnte sich auch nicht über den Hoffnungslauf (Repechage) für das Achtelfinale Qualifizieren.
Fazit von Cheftrainer Thomas Apel mit Blick auf die Olympia-Quotenplätze
Unmittelbar nach dem Weltcup-Finale sagte Cheftrainer Thomas Apel, „wir sind froh, dass wir mit dem Gesamtweltcup-Ergebnis von Ricarda mit einem positiven Aspekt hier losfahren können“, zumal sie an einem Wettkampf nicht teilgenommen hatte. „Dieses Endergebnis ist natürlich herausragend und zeugt von ihrer Konstanz in dieser unberechenbaren Disziplin.“ Neben Funks Gesamtergebnis hob er die Leistung von Marten Konrad hervor, „der gezeigt hat, dass er mit den ganz Großen mithalten kann“. Auch Annkatrin Plochmanns Ergebnis lobte er. „Sie hat sich hier sehr tapfer verkauft“.
Als Gesamtfazit im Slalom resümierte Apel, „wir haben uns in der zweiten Saisonhälfte nicht gut verkauft, haben es nicht geschafft, stabil die Leistungen abzurufen und noch jede Menge Arbeit vor uns“. Bezüglich des Kampfes um die Olympia-Quotenplätze sagte er, dass das deutsche Team im Cross der Damen mit Funk sehr gut dastehe. „Wir sind überraschenderweise – das zeigt, wie sehr sich die Ergebnisse aktuell noch durchmischen – auch mit den mittelmäßigen Leistungen von Sideris und Andrea noch in den Quotenplätzen vertreten. Wir wissen aber auch, dass sich mit der Arithmetik bei vier Streichrennen nächstes Jahr noch viel zusammenschieben kann und dass wir da nachlegen müssen. Um es positiv zu formulieren: Wir haben viel Potenzial, uns zu verbessern.“ In den Kajak-Disziplinen gebe es viel Arbeit. „Da werden wir im Nachgang der Saison in die Analyse gehen und schauen, welche Hebel wir ansetzen müssen.“
Marianne Stenglein /   Presse /13.9.2026 Text DKV Uta Büttner

PM des DKV Uta Büttner über K 1 und C 1 Endergebnisse  (Kajak Cross Ergebnisse folgen gesondert), siehe Bericht Nr. 1)
Weltcup-Finale La Seu’Urgell: Canadier-Finals ohne deutsche Beteiligung
Auch die letzten Canadier-Entscheidungen dieser Weltcup-Saison im spanischen La Seu d’Urgell waren ernüchternd für das deutsche Team. Wie bereits einen Tag zuvor in den Kajak-Entscheidungen konnte sich wieder niemand für das Finale qualifizieren. Bereits in den Vorläufen waren bei den Damen und Herren jeweils zwei der drei Boote ausgeschieden.
Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg) erreichte mit seinem Platz 18 noch das beste Ergebnis, war damit aber weit weg von den Top-Zwölf-Finalisten. Der 36-Jährige konnte seine Vorlaufzeit nicht toppen – im Gegenteil, was für einen Finaleinzug jedoch nötig gewesen wäre. Zwar hatte der Augsburger keine Strafsekunden kassiert, dennoch fehlten ihm 2,52 Sekunden auf den letzten Finalplatz.
Nachwuchshoffnung Lucie Krech (Leipziger KC) als einzige deutsche Halbfinalistin und damit beste Canadierpaddlerin beim Weltcup-Finale zeigte lange Zeit einen guten Halbfinallauf. Leider verlor die 22-Jährige nach Tor 19 ihre Linie, kam nicht mehr ohne Berührung durch die Tore 21 sowie 22 und schaffte es dann nicht, Tor 23 komplett zu befahren, was mit 50 Sekunden auf die Fahrzeit bestraft wurde. Am Ende bedeutete das Rang 29 für sie. Dennoch, für die Zukunft lassen ihre Leistungen hoffen.
Ihre Clubkameradinnen Andrea Herzog und Nele Bayn erwischten gar keinen guten Tag. Beide sind bereits im Vorlauf mit den Plätzen 34 und 51 ausgeschieden. Herzog, die 2019 in La Seu ihren ersten Weltmeistertitel feierte, war bereits mit großen Problemen in das Rennen gestartet. Bei der ersten Zwischenzeit hatte die 26-Jährige sehr viel Zeit verloren, auch zwei Torstabberührungen waren dabei. Die ganze Zeit hatte sie gegen das Wasser zu kämpfen. Noch schlimmer lief es bei Bayn, die zwar etwas besser in ihren Lauf kam, aber kenterte und deshalb fünf Tore verpasste.
Auch Timo Trummer (KV Zeitz) und Lennard Tuchscherer (Leipziger KC) waren im Vorlauf mit den Plätzen 38 und 40 frühzeitig ausgeschieden. Während der Leipziger sehr gut in sein Rennen gestartet war und erst im mittleren Streckenabschnitt größere Probleme hatte, misslang Trummer bereits der Start und ließ während seines gesamten Laufes kontinuierlich Zeit liegen.
Mit Blick auf die Olympia-Quotenplätze haben nun Andrea Herzog und Sideris Tasiadis, auf die das deutsche Team die größten Hoffnungen im Canadier setzt, zwei Streichergebnisse zu Buche stehen. Insgesamt gehen fünf von neun Wettkämpfen in die Punktewertung ein. Drei Wertungsläufe sind nun vorbei, sechs weitere werden in der nächsten Saison ausgetragen.
Weltcup-Finale La Seu’Urgell: Kajak-Finals ohne deutsche Beteiligung
Die letzten Kajak-Entscheidungen dieser Weltcup-Saison im spanischen La Seu d’Urgell liefen alles andere als nach Wunsch für das deutsche Team. Beide Finals fanden ohne deutsche Beteiligung statt.
Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach & KSA) hatte einen hoffnungsvollen Vorlauf mit Platz drei gezeigt. Jedoch verlor die 34-jährige Rheinländerin im Halbfinale komplett die Linie und landete am Ende nur auf Platz 24 in dem 30-köpfigen Feld.
Auch für Annkatrin Plochmann (SGV Nürnberg-Fürth) und Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg) war das Halbfinale mit den Rängen 21 und 29 Endstation. Plochmanns Lauf war etwas zäh. Die 25-Jährige verlor Zehntel um Zehntel. Die reine Fahrzeit der 23-jährigen Augsburgerin war zwar besser als von Apel, jedoch kämpfte sie sich von oben bis unten durch den Stangenparcours, fand nicht richtig die Linie durch das wilde Wasser und kassierte dabei 56 Strafsekunden.
Einziger Halbfinalist bei den Herren, Stefan Hengst (KR Hamm), verpasste den Endlauf der Top-Zwölf mit seinem Rang 26 ebenfalls deutlich. Der 32-Jährige konnte seine Zeit aus dem Vorlauf kaum unterbieten, was auch für ihn das Aus bedeutete.
Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg) hatte bereits das Halbfinale der Top 30 als Vorlauf-32. nicht erreicht. Nachwuchshoffnung Christian Stanzel (Augsburger KV) war als Vorlauf-66. in dem 81-köpfigen Feld ausgeschieden.
Mit Blick auf die Olympia-Quotenplätze haben nun Ricarda Funk und Noah Hegge, auf die das deutsche Team die größten Hoffnungen im Kajak setzt, zwei Streichergebnisse zu Buche stehen. Insgesamt gehen fünf von neun Wettkämpfen in die Punktewertung ein. Drei Wertungsläufe sind nun vorbei, sechs weitere werden in der nächsten Saison ausgetragen.
Marianne Stenglein, 13.09.2026

(A)
Weltcup Vaires-sur-Marne: Platz fünf für Noah Hegge im Kajak
Schockminuten für Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg) nach seinem Finalzieleinlauf beim Kanuslalom-Weltcup im französischen Vaires-sur-Marne: Einmal mehr standen nach seinem Rennen im Kajak-Einer 50 Strafsekunden auf der Anzeige. Doch diesmal – anders als bei der WM in den USA – ging die Juryentscheidung gut für den 27-Jährigen aus. Die Strafe wurde nicht bestätigt. Dennoch reichte seine Zeit nicht für einen Podestplatz. Dabei war der Augsburger sehr stark in dem schwierigen Stangenparcours bis Tor 17 unterwegs – sogar auf Goldkurs. Doch an den letzten drei Toren lief es nicht mehr optimal, er verlor Zehntel um Zehntel. Am Ende bedeutete das Platz fünf für ihn. 1,77 Sekunden fehlten auf Bronze.
Mit Blick auf die Punkte für den Olympia-Quotenplatz im Kajak ist das ein gutes Ergebnis. Einen überragenden Lauf zeigte der Weltcupsieger Giovanni de Gennaro aus Italien, der mit einem Abstand von 2,57 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Titouan Castryck aus Frankreich gewann. Dritter wurde der Franzose Martin Cornu.
Der Zweitbeste Deutsche, Stefan Hengst (KR Hamm) verpasste als 13. um 0,41 Sekunden den Finallauf der besten Zwölf. Dem 32-Jährigen wurde dabei eine Zwei-Sekunden-Strafe zum Verhängnis. Christian Stanzel (Augsburger KV) hatte große Probleme, war bereits im oberen Streckenabschnitt gekentert, was den 21-Jährigen vollkommen aus seinem Lauf brachte.
Das Damenfinale in dieser Disziplin ging ohne deutsche Beteiligung über die Bühne. Besonders ärgerlich: Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg) verpasste als beste Deutsche mit Platz 13 um 0,02 Sekunden den Endlauf der Top-Zwölf. Eine gute Leistung zeigte auch Annkatrin Plochmann (SGV Nürnber-Fürth). Trotz der Schwierigkeiten mit ihrem Boot, dass auf der Rückreise aus den USA zunächst verschollen und nach vier Wochen – allerdings kaputt – erst angekommen war, paddelte die 25-Jährige auf den 14. Platz. Ihr fehlten 0,32 Sekunden auf den letzten Finalplatz. Tokio-Olympiasiegerin Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach & KSA) erwischte keinen guten Tag. Die 34-jährige Rheinländerin hatte fast auf der gesamten Strecke große Schwierigkeiten und landete mit 10,82 Sekunden Abstand – inklusive vier Strafsekunden – auf die Halbfinalsiegerin Jessica Fox (Australien) auf dem 25. Rang.
Weltcup Vaires-sur-Marne: Andrea Herzog wird Vierte
Canadierfahrerin Andrea Herzog (Leipziger KC) hat sich beim Start in die zweite Saisonhälfte beim Weltcup im französischen Vaires-sur-Marne in die absolute Weltspitze zurückgekämpft, nachdem sie etwas gesundheitliche Probleme hatte. Zwar reichte es mit Platz vier für die zweifache Weltmeisterin (2019 und 2022) noch nicht für das Podest, aber ihr gelangen stabil zwei sehr gute Läufe. Auch im Halbfinale war die 26-Jährige auf den vierten Rang gelandet. Mit dieser Leistung fuhr die Leipzigerin das beste Ergebnis für das deutsche Team im Canadierboot ein. Weltcup-Siegerin wurde Zuzanna Pankova aus der Slowakei. Die Plätze zwei und drei gingen an die Slowenin Eva Alina Hocevar und  Marta Bartoncelli aus Italien.
Im Canadier-Finale der Herren war Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg) sehr stark unterwegs. Doch das Abwärtstor elf befuhr der 36-Jährige nicht korrekt, was mit 50 Strafsekunden geahndet wurde. Dieser Fahrfehler war dem Weltmeister von 2022 sofort bewusst, wie an seiner Reaktion direkt während des Laufes anzusehen war. Dennoch zeigte er in seinem weiteren Rennen, auf welch hohes Niveau er sich nach seiner Ellenbogenverletzung im vorigen Jahr wieder bringen konnte. Seine reine Fahrzeit, was auch seine Physis widerspiegelt, hätte für Rang vier gereicht. So landete der Routinier auf Platz elf. Gold sicherte sich der Tscheche Vaclav Chaloupka vor dem Slowenen Ziga Lin Hocevar und dem Briten Ryan Westley.
Die anderen vier deutschen Canadierboote hatten den Endlauf nicht erreicht. Nele Bayn (Leipziger KC) zeigte einen soliden Lauf, war gut dabei. Im unteren Streckenabschnitt ab Tor 17 hatte die 26-Jährige jedoch etwas zu kämpfen, verlor Zehntel um Zehntel. Hinzu kam eine Zwei-Sekunden-Strafe. Am Ende bedeutete das Platz 20 für sie. Für die U23-Weltmeisterin Lucie Krech (Leipziger KC) galt es, wertvolle Erfahrung bei der Weltelite zu sammeln. Die 22-Jährige war gut in ihr Rennen gekommen. Eine Chance auf den Endlauf hatte sie zwar nicht, aber eine bessere Platzierung verhinderte ihr nötiges zweites Anfahren des Tores 17, was die Leipzigerin sehr viel Sekunden kostete. Damit rangierte sie sich auf Platz 31 des 48-köpfigen Feldes ein.
Timo Trummer (KV Zeitz) zeigte einen furiosen Einstieg in sein Halbfinalrennen, in der ersten Zwischenzeit nach vier Toren war der 30-Jährige mehr als drei Sekunden schneller als die Konkurrenz. Doch dann lief es immer schwerer, hinzu kam eine Torstabberührung, verbunden mit zwei Strafsekunden. Am Ende war er in Summe 12,17 Sekunden langsamer als der Halbfinalsieger – Rang 22 für ihn.  Zum letzten Finalplatz fehlten 6,12 Sekunden. Lennard Tuchscherer (Leipziger KC) kam auch gut in seinen Lauf, allerdings verpasste der 27-Jährige dann Tor sieben und musste deshalb eine Hilfsschleife drehen. Damit waren bereits alle Messen gelesen, er konnte nur noch hohes Risiko gehen und sammelte dabei aber noch acht Strafsekunden ein. Damit landete der Leipziger auf dem 44. Platz in dem 66 Teilnehmer großen Feld.
Weltcup Vaires-sur-Marne: Ricarda Funk gewinnt Silber im Cross
Es war ein Kampf bis zum Schluss und am Ende war auch das Quäntchen Glück für Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach& KSA) dabei. Die Rheinländerin gewinnt Silber im Kajak-Cross beim Weltcup im französischen Vaires-sur-Marne vor den Toren von Paris. Zwar betont sie immer wieder, dass der Slalom ihre Hauptdisziplin ist, aber in dieser Saison startete sie viermal im Cross und viermal stand sie im Finale. Die Ausbeute: Bronze und Silber sowie zwei vierte Plätze. Wie Cheftrainer Thomas Apel sagte, entwickle sie sich fast zu einer Cross-Spezialistin. „Heute war es brutal anstrengend. Klar, heute auf dem Kurs mit der Rampe stand man schon unter Druck. Man durfte nicht locker lassen. Ich habe meine Chancen gut genutzt, habe die Lücken gesehen und dann attackiert. Ich bin definitiv mit der Herangehensweise sehr zufrieden“, sagte Funk. Die Maßgabe des äußerst zufriedenen Cheftrainers war dann eindeutig. So sagte er, „jetzt kann nur die Zielstellung lauten, wieder den Gesamtweltcup im Kajak-Cross zu sichern“. Darauf antwortete Funk mit einem Lachen, „natürlich schielt man ein kleines bisschen auf den Gesamtweltcup. Aber wir wissen, bei Kajak-Cross gleicht kein Rennen dem anderen. Man muss für alles gewappnet sein, und ich denke erst einmal Step by Step“.
Gold sichert sich souverän die Französin Camille Prigent. Bronze geht an die Britin Lois Leaver. Die vierte Finalistin, Evy Leibfarth (USA) war aus noch unbekannten Gründen nicht angetreten.
Für Funk war es ein harter Kampf durch all ihre Rennen. Start-End-Siege waren der 34-Jährigen diesmal nicht gelungen. Und im Viertelfinale war das Glück auf ihrer Seite, als sie zwar zunächst als Dritte über die Ziellinie fuhr, aber eine Kontrahentin eine Strafe bekam. Damit rutschte Funk auf Platz zwei
Der am heutigen Tag beste Crosser, Felix Sachers (Leipziger KC), der als einziger der drei deutschen Männer, den Einzug in die Kopf-an-Kopf-Rennen schaffte, ist im Viertelfinale als Dritter seines Rennens ausgeschieden. Der 19-Jährige konnte damit nun aber wichtige Erfahrung auch in den Mann-gegen-Mann-Kämpfen sammeln. Die Podestplätze sicherten sich der Brite Joseph Clarke vor den beiden Franzosen Joris Hello und Mathurin Madore.
Andrea Herzog (Leipziger KC) und Annkatrin Plochmann (SGV Nürnberg-Fürth) waren bereits im ersten Kopf-an-Kopfrennen, dem Achtelfinale ausgeschieden. Plochmann hatte in ihrem Rennen keine Chance, kam als Vierte über die Ziellinie. Herzog musste in ihrem Rennen unter anderen gegen Teamkameradin Funk antreten. Beide lieferten sich ab dem ersten Aufwärtstor einen erbitterten Kampf und Platz zwei. Die Leipzigerin attackierte die Rheinländerin am ersten Aufwärtstor, gewann diesen Zweikampf und konnte sich zunächst vor Funk setzen. Doch am zweiten Aufwärtstor war die Situation genau andersherum. Damit schied Herzog als Dritte dieses Rennens aus.
Bereits nächste Woche findet das Weltcup-Finale statt. Dann trifft sich die Weltelite im spanischen La Seu d'Urgell.
Text: Uta Büttner
Ergebnisse X1 Damen:
1. Lois Leaver (GBR)
2. Marjorie Delassus (FRA)
3. Kimberley Woods (GBR)
15. Ricarda Funk (GER)
18. Andrea Herzog (GER)
22. Annkatrin Plochmann (GER)
Ergebnisse X1 Herren:
1. Joseph Clarke (GBR)
2. Manuel Ochoa (ESP)
3. Gabriel de Coster (BEL)
11. Felix Sachers (GER)
38. Marten Konrad (GER)
59. Stefan Hengst (GER)
Ergebnisse Cross Damen:
1. Camille Prigent (FRA)
2. Ricarda Funk (GER)
3. Lois Leaver (GBR)
21. Andrea Herzog (GER)
26. Annkatrin Plochmann (GER)
Ergebnisse Cross Herren:
1. Joseph Clarke (GBR)
2. Joris Hello (FRA)
3. Mathurin Madore (FRA)
10. Felix Sachers
38. Marten Konrad (GER)
59. Stefan Hengst (GER)
Fazit des Cheftrainers nach den beiden Slalom-Disziplinen beim Weltcup in Vaires-sur-Marne
Nach den beiden Slalom-Wettbewerben Kajak und Canadier sagte Cheftrainer Thomas Apel, „wir kämpfen uns ein bisschen nach der Eichhörnchenmethode durch. Die Disziplinen, die bei der WM nicht im Finale waren, sammeln jetzt in Person von Noah und Andrea wichtige Punkte im Kampf um die Olympia-Rangliste. Sideris bestätigt mit einem sehr souveränen Halbfinale seine WM-Vorstellung. Im Finale kam er ein klein wenig von der Linie ab, kam ein bisschen zu unruhig. Und das kostet ihn dann wieder den Fünfziger“. Zudem ergänzte er, „wir haben die Verlierer der Herzen mit Emily und Stefan, die als 13. denkbar knapp am Einzug ins Finale scheitern. Aber ich denke, im Großen und Ganzen ist erkennbar, dass die Entwicklungen in die richtige Richtung gehen“. Zu den Leistungen der Team-Neulinge Christian Stanzel und Lucie Krech sagte er, „Christian musste mit seiner Kenterrolle etwas Lehrgeld zahlen. Lucie hat mit sich selbst ein bisschen gehadert, weil sie den besprochen Plan nicht ganz umgesetzt hat und ein Tor auch noch zweimal anfahren musste. Ich denke, für beide sind es als ersten Wettkampf in Paris achtbare Resultate. Da muss wirklich der Fokus darauf liegen, die Erfahrung in die Zukunft mitzunehmen.“
Marianne Stenglein / BKV Bezirk Schwaben/ Presse / Text Uta Büttner, 06.09.2026


Aus Augsburg sind die Sportlerinnen und Sportler wie Noah Hegge, Sideris Tasiadis, Emily Apel, Ricarda Funk (Kanu Schwaben) und vom Nachbarverein AKV Christian Stanzel am Start
PM von Uta Büttner / DKV
Vorschau Weltcup Vaires-sur-Marne (Frankreich) vom 3. bis 5. September
Beim vierten und damit vorletzten Weltcup im Kanuslalom und Kajak-Cross dieser Saison auf der Paris-Olympia-Strecke im französischen Vaires-sur-Marne geht es erneut um das Punktesammeln für die Quotenplätze für die Olympischen Spiele in Los Angeles 2028. Diesmal startet der Weltcup ungewöhnlicherweise bereits am Donnerstag und endet am Samstag.
Bild: Ricarda Funk
Die Deutschen gehen mit dem gesamten WM-Kader an den Start. „Alle sind fit und gesund“, sagte Cheftrainer Thomas Apel. Die für einige teils anstrengende Rückreise nach den Weltmeisterschaften in den USA ist überstanden. Aber es gab Probleme mit einigen beschädigten oder später angekommenen Booten. Besonders betroffen war Annkatrin Plochmann (SGV Nürnberg-Fürth). Sie hatte richtig Pech mit ihrem Boot, vier Wochen musste sie warten, bis es ankam. „Erst war es verschollen. Dann ist es wieder aufgetaucht, kam aber erst nicht nach Deutschland. „Deshalb konnte ich nicht so gut trainieren, weil ich nicht mit meinem Boot fahren konnte“, erzählte sie. Und als es endlich ankam, „war es leider auch kaputt. Ich warte derzeit auf mein neues Boot. Das alte habe ich ein bisschen repariert und fahre es noch, so gut es geht. Das geht noch übergangsweise.“
Nach einer kleinen Erholungsphase von den Strapazen stieg das Team wieder in das Training ein, um bestmöglich auf die beiden noch kommenden wichtigen Weltcups vorbereitet zu sein. Die zweifache Weltmeisterin und Tokio-Olympia-Dritte Andrea Herzog (Leipziger KC) hatte zumindest mit ihren Booten Glück: Sie wurden auf dem Transport aus den USA nicht nennenswert beschädigt. „Unsere Rückreise war allerdings sehr chaotisch. Aber wir hatten das Glück, dass erst einmal ein paar Tage Zeit war, bis das Training wieder losging“, sagte sie und ergänzte, „so war es auch nicht so schlimm, dass die Boote und Koffer verspätet angekommen sind“. Das Training in den vergangenen Wochen sei dann sehr gut gelaufen, sagte die Leipzigerin. „Aufgrund meiner Erkrankung hatte ich noch ein bisschen Trainingsrückstand und jetzt konnte ich noch ein wenig aufholen, was man eben so aufholen kann.“ Sie denke, sie könne nun gut vorbereitet in die zweite Saisonhälfte gehen. „Auf Paris freue ich mich. Es ist immer eine sehr technische Strecke, was ich ziemlich mag.“ Ein bisschen verändert wurde der Kanal. „Ich bin sehr gespannt.“

Bild: Sideris Tasiadis

Der zweifache Olympia-Medaillengewinner und Weltmeister von 2022, Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg) sagte, seine Vorbereitung sei bisher gut gelaufen. „Ich freue mich, dass es jetzt wieder Richtung Wettkämpfe geht, die auch wichtig für die Olympia-Quotenplätze sind.“ Sein Boot war zwei Wochen nach der Rückreise aus den USA erst in Augsburg angekommen. „Aber zum Glück hatte ich vor der noch ein neues Boot bestellt, weil ich so etwas schon geahnt hatte“, sagte Tasiadis.
Uta Büttner
Bild: Emily Apel
Das Weltcup-Team in Vaires-sur-Marne:
Hegge, Noah Kanu Schwaben Augsburg K1
Hengst, Stefan KR Hamm K1 & Kajak-Cross
Christian Stanzel Augsburger KV K1
Herzog, Andrea Leipziger KC C1 & Kajak-Cross
Bayn, Nele Leipziger KC C1
Krech, Lucie Leipziger KC C1
Tasiadis, Sideris Kanu Schwaben Augsburg C1
Trummer, Timo KV Zeitz C1
Tuchscherer, Lennard Leipziger KC C1
Funk, Ricarda KSV Bad Kreuznach &KSA K1 & Kajak-Cross
Plochmann, Annkatrin SGV Nürnberg-Fürth K1 & Kajak-Cross
Apel, Emily Kanu Schwaben Augsburg K1
Sachers, Felix Leipziger KC Kajak-Cross
Konrad, Marten (WSC Bayer Dormagen) Kajak-Cross
Bild: Noah Hegge
Zeitplan:
Donnerstag, 3. September
12.36 – 15:08 Uhr Qualifikation Kajak Herren & Damen
16.36 – 17.10 Uhr Finale Kajak Herren
17.15 – 17.49 Uhr Finale Kajak Damen
 
Freitag, 4. September
09.06 – 11.12 Uhr Qualifikation Canadier Damen & Herren
13.06 – 13.40 Uhr Finale Canadier Damen
13.45 – 14.19 Uhr Finale Canadier Herren

Samtag, 5. September
10.34 – 11.29 Uhr Kajak-Cross Individual Herren
11.40 – 12.55 Uhr Kajak-Cross Individual Damen

14.04 – 16.04 Uhr Kajak-Cross Achtel,- Viertel- und Halbfinals Herren & Damen
16.06 – 16.11 Uhr Kajak-Cross Finale Herren
16.13 – 16.18 Uhr Kajak-Cross Finale Damen







Bild: Christian Stanzel





Marianne Stenglein, 04.09.2026

(A)
Unsere Kanu Schwaben Starter schließen bei der EM in Epinal mit dem achten Platz (U23) von David Becke im Kajak Einer, dem 10. Platz von Matti Neumann im Kajak Cross U 18 und Samuel Bitsch fuhr sich im Kajak Cross auf den 15. Platz. Starke Leistungen unserer Schwabenkanuten. Jonas Büchner / AKV Augsburg belegte im Kajak Cross den 19. Platz.

Paulina Pirro wird Europameisterin im Kayak Cross
Zum Abschluss dieser medaillenreichen EM krönt sich die Kreuznacherin Pirro im Kajak Cross mit dem Titel. Mit insgesamt zwölf Medaillen beschließt sie damit die erfolgreichste Nachwuchs-Kontinentalmeisterschaft der letzten Jahre.
Bild: Paulina Pirro
Es war ein Start-Ziel-Sieg, als die frisch gebackene Weltmeisterin im Slalom-Kajak bei ihrem Finale über die Ziellinie fuhr. Mit reichlich Abstand zu den drei weiteren Konkurrentinnen hatte sie dabei schon im Schlussspurt Zeit, sich auf den Goldmoment zu freuen. Als dann auch wirklich die Linie überquert war und die Anzeigetafel die Annahme bestätigte, gab es kein Halten mehr für Paulina Pirro. Ein lauter Schrei der Freude und ein paar erleichterte Handschläge auf das Crossboot waren an der Mündung des Wildwasserkanals zurück in die Mosel deutlich zu vernehmen.
Dabei hatte sich eine gute Medaillenchance in den Vorläufen bereits abgezeichnet. Viertelfinale und Halbfinale entschied die 21-jährige ebenso souverän und mit Abstand für sich. „Da war das Heat schon echt die knappste Entscheidung in allen Läufen“ musste sie gestehen. Dabei ist es der erste große Erfolg in der Cross-Disziplin. „Es ist meine erste Medaille im Cross bei einer EM oder WM – sonst war ich immer in den Vorläufen raus. Dass es jetzt eine Goldmedaille wurde, ist ein wirklich schöner Abschluss dieser Saison. Auch nach meinem WM-Titel freue ich mich sehr, das Jahr jetzt so abschließen zu können.“
Ihr Ergebnis im Zeitfahren gab dabei Grund zur Erinnerung an die WM in Krakau. Dort war sie mit nur ein paar Hundertstelsekunden Rückstand auf dem undankbaren vierten Platz gelandet und hatte das Podium dieser eigenständigen Wertung knapp verfehlt. Auch heute wieder kam die junge Kreuznacherin mit nur einem Wimpernschlag von 0,78 Sekunden Rückstand auf die Führungszeit als fünfte ins Ziel. „Da bin ich einfach sehr froh, dass dann in den head to head Rennen alles geklappt hat und ich nun mit einer Goldmedaille dastehen darf.“
Besonders bitter war das Finalrennen für die U18-Teamkollegin Neele Krech. Auch sie setzte sich in den Vorläufen bis zum Entscheidungslauf souverän gegen die Konkurrenz durch. Doch dort wurde sie gleich von Beginn an stark eingeklemmt, musste dann das erste Aufwärtstor noch einmal neu anfahren und ließ dort viel Zeit liegen. Doch sie kämpfte sich bis in den unteren Streckenteil noch einmal an die Schweizerin Carla Rhein heran, versuchte ihre Chance im letzten Aufwärtstor zu nutzen und sich an dieser im engen Bogen noch vorbeizuschlängeln. Dies meisterte sich auch und kam zunächst gleichauf mit der Konkurrentin in den Zielsprint. Da aber beide eng an eng aneinanderklebten und die Schweizerin in der Außenlinie schneller wieder in die Strömung rutschte, konnte sie im Zielsprint doch noch die Platzierung vor der jungen Leipzigerin behaupten. Damit ging Krech als undankbare vierte in ihrem Finale leer aus und war entsprechend schwer enttäuscht.
Bild: Bitsch Samuel
Bild: Büchner Jonas
Alle weiteren Deutschen schafften zunächst den Einzug in die Heats, konnten ihre guten Ausgangspositionen dann jedoch nicht weiter behaupten. Die weitere U18-Sportlerin Katharina Nesselträger kam im Time Trial sogar als vierte über die Linie und hatte dabei nur einen hauchdünnen Rückstand von gerade einmal sechs Hundertstelsekunden auf den Bronzerang. Grundsätzlich gingen alle Deutschen ihre Kopf-an-Kopf-Rennen ambitioniert an und gewannen meist auch die Führungsposition im Startbecken. Meist jedoch waren es die Aufwärtstore, die den Athleten zum Verhängnis wurden. Im ohnehin schon recht engen Kanal konnte die Konkurrenz immer wieder die Zweikämpfe in den Aufwärtstoren gegen die bereits im Tor stehenden Deutschen gewinnen und sich damit nach vorn schieben.
Bild: Neumann  Matti
Mit Paulina Pirros Goldmedaille beendet die Nachwuchsmannschaft des Deutschen Kanu-Verbandes diese Europameisterschaft insgesamt mit zwölf Medaillen, davon sechs in den Einzelrennen. Mit Paulina Pirro, Christin Heydenreich (Leipzig, C1w U23) und Jakob Ungvari (Leipzig, C1m U18) gehen drei Europameistertitel im Einzel an die Deutsche Mannschaft. Hinzu kommt die unglaubliche Leistung von Nova Müller, die mit zwei Mal Einzel-Silber (K1 U18 & C1 U18) und zwei Mannschaftsmedaillen die französische Kleinstadt wohl nur in bester Erinnerung behalten dürfte. In den Mannschaftsrennen konnte das Team noch einmal zwei komplette Medaillensätze einfahren. Insgesamt schätzte auch Bundestrainer Michael Trummer dieses herausragende Ergebnis der Deutschen Mannschaft als das erfolgreichste Abschneiden bei einer EM seit mehreren Jahrzehnten ein.
Ergebnisse:
Cross w U18: 1. KOCIROVA Valentyna (CZE), 2. VACULOVA Lucie (CZE), 3. RHEIN Carla (SUI), 4. KRECH Neele (GER) | [Heats] 25. NESSELTRÄGER Katharina (GER), 26. MÜLLER Nova (GER)
Cross m U18: 1. STEINBRENNER Max (AUT), 2. GRIFFITHS Sid (GBR), 3. REDLING Tim (SUI) | [Viertelfinale] 10. NEUMANN Matti (GER), 15. BITSCH Samuel (GER) | [Heats] 19. KÄDING Kilian (GER)
Cross w U23: 1. PIRRO Paulina (GER), 2. SHATTOCK Katherine (GBR), 3. QUEMERAIS Lena (FRA) | [Heats] 20. PLOCHMANN Amelie (GER), 27. PLOCHMANN Antonia (GER)
Bild: Paulina Pirro
Cross m U23: 1. TRIOMPHE Ianis (FRA), 2. RUDORFER Martin (CZE), 3. SEMERAD Adam (CZE) | [Viertelfinale] 16. DIETZ, Enrico (GER) | [Heats] 18. LARYEA Nelian (GER), 19. BÜCHNER Jonas (GER)
Unsere Kanu Schwaben Starter schließen bei der EM in Epinal mit dem achten Platz (U23) von David Becke im Kajak Einer, dem 10. Platz von Matti Neumann im Kajak Cross U 18 und Samuel Bitsch fuhr sich im Kajak Cross auf den 15. Platz. Starke Leistungen unserer Schwabenkanuten. Jonas Büchner / AKV Augsburg belegte im Kajak Cross den 19. Platz.
Gratulation an alle deutschen Medaillengewinner!

Marianne Stenglein / BKV Bezirk Schwaben/ 11.08.2026/ Text und Fotos Philpp Reichenbach

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Zusammenfassung der Nachwuchs-Europameisterschaften in Epinal
Zwei Silbermedaillen und zwei Löcher im Boot
Am ersten Tag der Nachwuchs-Europameisterschaften konnten die beiden Kajak-Damen-Teams in der U18 und U23 jeweils den Vize-Europameistertitel einfahren. Auf dem engen Wildwasserkanal und knapper Fahrtlinien musste dabei aber auch das Material leiden.
Bereits am Vormittag hatten alle deutschen Kajak-Boote den Einzug in das Semifinale gesichert und konnten damit motiviert in die Teamentscheidungen am Nachmittag einsteigen.
Bei den Mannschaftsentscheidungen durfte das Deutsche Team gleich zwei Mal jubeln, als beide Damen-Teams im Ziel eine Medaille sicher hatten. Gleich zu Beginn legten die Juniorinnen vor. Zwar musste Bundestrainer Michal Trummer eingestehen, dass es die jungen Damen an manchen Stellen auch ziemlich eng gestaltet haben - vielleicht war es aber auch genau diese knappe Linie, die den Deutschen letztlich einen Podiumsplatz sicherten. Als Britta Jung, Nova Müller und Neele Krech über die Ziellinie kamen, leuchtete die Anzeige erst einmal grün – ein Zeichen für die Führung. Diese konnten ihnen die folgenden Spanierinnen mit insgesamt zwanzig Strafsekunden vorerst nicht nehmen. Nur die tschechischen Teamkolleginnen zeigten einen fehlerfreien Lauf und übernahmen schließlich die verdiente Führung. Im Ziel musterte Neele Krech auch erst einmal das Boot von Mitstreiterin Nova Müller. Am zweiten Aufwärtstor ging es zwischen beiden im Reißverschlussverfahren etwas zu eng zu, sodass es zur Kollision auf der Strecke kam und das Unterschiff von Müller beschädigt wurde.
Noch schlimmer erging es kurz darauf den Junioren im Team. Auch sie fuhren eine enge Linie und versuchten, die Mannschaft möglichst kompakt zusammenzuhalten. Doch auf dem recht engen Wildwasserkanal von Èpinal konnte Simon Ecker nicht mehr rechtzeitig die Spitze in Aufwärtstor vier eindrehen und traf den gerade in diesem Moment ausfahrenden Teamkollegen Kilian Käding seitlich. Durch die Wucht des Aufpralls war hier jedoch nicht nur ein oberflächlicher Schaden entstanden. Mit einem Loch in der Bootswand schaffte es der 18-jährige gerade noch in das nächste Kehrwasser, ehe er untergehen zu drohte. Die Fahrt war für die drei Leipziger damit vorzeitig zu Ende, sodass sie nicht mehr um die Medaillen mitkämpfen konnten.
Für das zweite silberne Edelmetall des Tages sorgten Paulina Pirro, Antonia Plochmann und Mina Blume. Die drei Damen der U23-Altersklasse zeigten einen fehlerfreien Lauf bis zum letzten Tor. Dort mussten aber zwei der drei Teamkameradinnen eine Berührung in Kauf nehmen, was Pirro erst einmal Grund zum Ärgernis bereitete. Entsprechend ungläubig schauten die drei, als im Ziel dann doch ein zweiter Rang auf dem Display aufleuchtet. Kurz darauf war der Ärger über das letzte Tor dann vergessen und es überwog die Freude über die sichere Medaille. Als dann auch noch die letztgestarteten Tschechinnen mit einer 50-Sekunden-Strafe angezeigt wurden, war für die drei Damen klar, dass sie die Silbermedaille sicher hatten.
Zum Abschluss des Tages konnten die Herren der U23-Altersklasse um Nelian Laryea, Jonas Büchner und David Becke ebenfalls nicht an die Erfolge der Damen anknüpfen. Mit insgesamt acht Strafsekunden ausgestattet hatten die drei Kajak-Spezialisten einfach ein paar Berührungen zu viel auf der Strecke gelassen, um in die vorderen Ränge hineinzufahren.
Ergebnisse Heats:
K1w U18: 1. ONDRACKOVA Barbora (CZE) 99.06 (0), 2. KOCIROVA Valentyna (CZE) 104.52 (0) +5.46, 3. NABILI Helena (GBR) 104.73 (0) +5.67, 4. KRECH Neele (GER) 105.15 (0) +6.09, 13. MUELLER Nova (GER) 113.20 (0) +14.14, 15. JUNG Britta (GER) 114.60 (4) +15.54
K1m U18: 1. DUDA Filip (SVK) 89.19 (0), 2. UNGVARI Jakob (GER) 89.32 (0) +0.13, 3. EGYHAZY Dominik (SVK) 89.34 (0) +0.15, 5. KAEDING Kilian (GER) 91.60 (0) +2.41, 19. ECKER Simon (GER) 96.87 (2) +7.68
K1w U23: 1. VUITTON Emma (FRA) 98.53 (0), 2. VOJTIKOVA Klara (CZE) 99.57 (0) +1.04, 3. PISTONI Lucia (ITA) 99.95 (0) +1.42, 5. PIRRO Paulina (GER) 101.32 (2) +2.79, 11. BLUME Mina (G
K1m U23: 1. OTEIZA Unai (FRA) 86.15 (0), 2. HANRAHAN Jonah (GBR) 86.62 (0) +0.47, 3. KOPECEK Michal (CZE) 86.67 (0) +0.52, 4. LARYEA Nelian (GER) 87.32 (0) +1.17, 14. BECKE David (GER) 89.68 (0) +3.53, 17. BUECHNER Jonas (GER) 90.23 (0) +4.08
Ergebnisse Mannschaften:
K1w U18: 1. CZE (ONDRACKOVA Barbora, KOCIROVA Valentyna, VACULOVA Lucie) 121.75 (0), 2. GER (MUELLER Nova, KRECH Neele, JUNG Britta) 124.55 (4) +2.80, 3. FRA (LAPEZE Margot, LALY Laurette, COMPAN Charlotte) 128.34 (6) +6.59
K1m U18: 1. POL (KULCZYCKI Marek, DUSIK Krzysztof, MAZUREK Wiktor) 104.29 (2), 2. CZE (NOVAK Tobias, REZEK Adam, SVOBODA Simon) 105.93 (2) +1.64, 3. FRA (CHETOUI Theo, LE RAY Riwal, LE TOUZE Liam) 110.61 (8) +6.32, 21. GER (KAEDING Kilian, UNGVARI Jakob, ECKER Simon) DNF
K1w U23: 1. FRA (VUITTON Emma, MARTIN LAEMLE, Ilona PESCE-ROUE) 112.98 (0), 2. GER (PIRRO Paulina, PLOCHMANN Antonia, BLUME Mina) 119.85 (4) +6.87, 3. SLO (SKOK Ula, BELINGAR Sara, GLOBOKAR Sara) 130.39 (2) +17.41
K1m U23: 1. FRA (DEBLIQUY Mewen, ESTANGUET Titouan, OTEIZA Unai) 99.31 (2), 2. GBR (HANRAHAN Jonah, MAYER Thomas, WILLIAMS Gwion) 103.50 (2) +4.19, 3. ESP (CONTRERAS Manel, CLOTET JUANMARTI Faust, FARRAN Miquel) 106.49 (6) +7.18, 6. GER (BUECHNER Jonas, LARYEA Nelian, BECKE David) 113.36 (8) +14.05
Acht Strafsekunden für das K 1 M U23 Team und unsere beiden Augsburger Starter Jonas Büchner/AKV und David Becke/ Kanu Schwaben, sie kamen dadurch auf den sechsten Platz im Teamwettbewerb!

EM-Edelmetall für alle Canadier-Teams
Ergebnisse Heats:
C1w U18: 1. KOCIROVA Valentyna (CZE) 110.17 (0), 2. STEPANKOVA Marketa (CZE) 113.92 (0) +3.75, 3. SOSKOVA Petra (SVK) 114.92 (2) +4.75, 4. KRECH Neele (GER) 116.69 (4) +6.52, 12. MUELLER Nova (GER) 127.83 (4) +17.66, 20. MUELLER Maxi (GER) 138.51 (12) +28.34
C1m U18: 1. MENUAT Cyrian (FRA) 95.14 (0), 2. REZABEK Dominik (CZE) 95.57 (2) +0.43, 3. BRANDENBURG Pascal (GER) 97.53 (2) +2.39, 9. UNGVARI Jakob (GER) 99.58 (2) +4.44, 25. KADYCK Kjell (GER) 107.42 (2) +12.28
C1w U23: 1. POSPELOVA Taisiia (AIN) 103.05 (0), 2. GUTIERREZ Malen (ESP) 106.99 (0) +3.94, 3. PIRRO Paulina (GER) 107.27 (0) +4.22, 12. PLOCHMANN Amelie (GER) 114.64 (0) +11.59, 19. HEYDENREICH Christin (GER) 118.18 (2) +15.13
C1m U23: 1. DEBLIQUY Mewen (FRA) 89.41 (2), 2. WEBER Anton (GER) 90.62 (0) +1.21, 3. ROYLE Luc (GBR) 91.14 (0) +1.73, 7. ZIMMERMANN Niels (GER) 94.66 (0) +5.25, 14. GINZEL Konrad (GER) 99.24 (2) +9.83
Ergebnisse Mannschaften:
C1w U18 Team: 1. FRA (LAPEZE Margot, LALY Laurette, ULMER Lili) 128.38 (0), 2. CZE (STEPANKOVA Marketa, KOCIROVA Valentyna, ONDRACKOVA Barbora) 129.34 (8) +0.96, 3. GER (KRECH Neele, MUELLER Nova, MUELLER Maxi) 145.90 (12) +17.52
C1m U18 Team: 1. CZE (REZABEK Dominik, HANZEL Jachym, INDRUCH Tomas) 110.07 (2), 2. GBR (GRIFFITHS Sid, ARDEN Lewis, CLEATOR Alex) 115.14 (4) +5.07, 3. GER (UNGVARI Jakob, BRANDENBURG Pascal, KADYCK Kjell) 115.62 (4) +5.55
C1w U23 Team: 1. GER (PLOCHMANN Amelie, PIRRO Paulina, HEYDENREICH Christin) 128.81 (4), 2. ESP (LOPEZ Nora, GUTIERREZ Malen, GOIKOETXEA Ainara) 133.57 (10) +4.76, 3. CZE (STEPANKOVA Julie, MORENOVA Adriana, FABIANOVA Anna) 135.10 (2) +6.29
C1m U23 Team: 1. GER (ZIMMERMANN Niels, GINZEL Konrad, WEBER Anton) 102.40 (0), 2. FRA (DEBLIQUY Elouan, DEBLIQUY Mewen, ESTANGUET Titouan) 103.64 (4) +1.24, 3. ESP (SEGURA Alex, IMAZ Markel, VICENTE Marc) 111.16 (6) +8.76
EM-Titel und zwei Silbermedaillen für die U18-Kajaks
Das deutsche Nachwuchsteam konnte an die Mannschaftserfolge der letzten beiden Tage nahtlos anknüpfen. In den Finalrennen waren die Deutschen Boote mit zehn von zwölf möglichen Booten mehr als gut vertreten. Die Junioren belohnten sich schließlich mit einer Doppelführung und einer weiteren Silbermedaille.
Von insgesamt zwölf möglichen Booten, hatten ganze zehn den Einzug in die Finalrunde geschafft. Nur die beiden U23-Sportler Mina Blume (Halle) und Jonas Büchner (Augsburg) kassierten in ihren Semifinalläufen leider jeweils eine 50-Sekunden Zeitstrafe für ihre knappen Linien an zwei Abwärtstoren und konnten damit nicht mehr um die Finalstartplätze mitfahren. Entsprechend war die Enttäuschung groß, denn beide hätten ohne die hohe Wertung auf den vorderen Rängen gelegen und das Kajak-Feld der deutschen Athleten in der Finalrunde komplettiert. Die weiteren Deutschen Finalisten hatten mit mehreren Torstabberührungen zu kämpfen und konnten damit leider nicht mehr um die vorderen Ränge mitfahren.

Ergebnisse:
K1w U18: 1. KOCIROVA Valentyna (CZE) 93.96 (0), 2. MUELLER Nova (GER) 96.47 (4) +2.51, 3. ABRAHAMOVA Karolina (SVK) 98.69 (4) +4.73, 6. KRECH Neele (GER) 99.15 (2) +5.19, 11. JUNG Britta (GER) 150.26 (50) +56.30
K1m U18: 1. UNGVARI Jakob (GER) 80.80 (2), 2. KAEDING Kilian (GER) 83.46 (0) +2.66, 3. CHETOUI Theo (FRA) 84.50 (2) +3.70, 7. ECKER Simon (GER) 89.83 (2) +9.03
K1w U23: 1. BRZESKA Dominika (POL) 88.87 (0), 2. VUITTON Emma (FRA) 91.72 (0) +2.85, 3. PISTONI Lucia (ITA) 94.22 (4) +5.35, 6. PIRRO Paulina (GER) 96.56 (6) +7.69, 12. PLOCHMANN Antonia (GER) 155.07 (52) +66.20 | [SF] 27. BLUME Mina (GER) 140.92 (50) +50.28
K1m U23: 1. OTEIZA Unai (FRA) 78.14 (0), 2. GRIMANDI Gabriele (ITA) 78.79 (0) +0.65, 3. CLOTET JUANMARTI Faust (ESP) 81.50 (2) +3.36, 8. BECKE David (GER) 83.96 (0) +5.82, 10. LARYEA Nelian (GER) 88.26 (8) +10.12 | [SF] 28. BUECHNER Jonas (GER) 133.06 (52) +51.58
Unser Kanu Schwaben Starter David Becke war im Finale vertreten und holte sich den achten Platz mit einem Nullfehlerlauf, schade dass es diesmal nicht mit einer Medaille geklappt hat, wir haben ihm so fest die Daumen gedrückt.
Titelgewinn und Medaillensensation
Bei den U23-Damen in der Canadier-Disziplin krönt sich Christin Heydenreich zur neuen Europameisterin, während Nova Müller bei den Juniorinnen ihre vierte Medaille dieser EM nach Hause holt.
Ergebnisse:
K1w U18: 1. KOCIROVA Valentyna (CZE) 93.96 (0), 2. MUELLER Nova (GER) 96.47 (4) +2.51, 3. ABRAHAMOVA Karolina (SVK) 98.69 (4) +4.73, 6. KRECH Neele (GER) 99.15 (2) +5.19, 11. JUNG Britta (GER) 150.26 (50) +56.30
K1m U18: 1. UNGVARI Jakob (GER) 80.80 (2), 2. KAEDING Kilian (GER) 83.46 (0) +2.66, 3. CHETOUI Theo (FRA) 84.50 (2) +3.70, 7. ECKER Simon (GER) 89.83 (2) +9.03
K1w U23: 1. BRZESKA Dominika (POL) 88.87 (0), 2. VUITTON Emma (FRA) 91.72 (0) +2.85, 3. PISTONI Lucia (ITA) 94.22 (4) +5.35, 6. PIRRO Paulina (GER) 96.56 (6) +7.69, 12. PLOCHMANN Antonia (GER) 155.07 (52) +66.20 | [SF] 27. BLUME Mina (GER) 140.92 (50) +50.28
K1m U23: 1. OTEIZA Unai (FRA) 78.14 (0), 2. GRIMANDI Gabriele (ITA) 78.79 (0) +0.65, 3. CLOTET JUANMARTI Faust (ESP) 81.50 (2) +3.36, 8. BECKE David (GER) 83.96 (0) +5.82, 10. LARYEA Nelian (GER) 88.26 (8) +10.12 | [SF] 28. BUECHNER Jonas (GER) 133.06 (52) +51.58
Jetzt fehlen nur noch die Ergebnisse der Kajak Cross U 18 und U 23 Starterinnen und Starter-Unsere beiden  Kanu Schwaben Juniorenstarter Samuel Bitsch und Matti Neumann sind hier dabei.
Bericht der Zusammenfassung Marianne Stenglein / Fotos Philipp Reichenbach

(A)
WM USA: Ricarda Funk paddelt im Kajak-Cross Individual auf Platz sechs
Beim Auftakt-Wettkampf der Weltmeisterschaften im Kanuslalom und Kajak-Cross im US-amerikanischen Oklahoma City hat Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) mit dem sechsten Platz das beste Ergebnis aus deutscher Sicht eingefahren. Zwar war für die 34-jährige Rheinländern aufgrund ihres Rennverlaufs ein Podestplatz zum Greifen nahe, aber dann bereitete ihr die Kajakrolle ein paar Schwierigkeiten. „Dir Crossstrecke ist nicht einfach, die Rollzone hängt an einer sehr unangenehmen Stelle und genau da ist, glaube ich, auch ein Sekündchen flöten gegangen, die mir am Ende vielleicht – man weiß es natürlich nicht genau – eine Medaille gekostet hat.“, sagte Funk. „Grundsätzlich bin ich aber gut in das Rennen hineingekommen, das Feeling war da. Ich war im Fokus und das versuche ich jetzt mitzunehmen.“ 
Andrea Herzog (Leipziger KC) zeigte einen guten Lauf, der am Ende für Platz 13 reichte und damit auch eine sehr gute Ausgangsposition für die Kopf-an-Kopf-Rennen bedeutet. Annkatrin Plochmann (SGV Nürnberg-Fürth) paddelte auf Rang 34 im den 60-köpfigen Feld und ist damit auch eine Runde weiter.
Den Sieg holte die Australierin Jessica Fox vor Katerina Bekova aus Tschechien und der Britin Lois Leaver.

In der Herrenentscheidung haben Stefan Hengst (KR Hamm) und Felix Sachers (Leipziger KC) 
mit den Plätzen 26 (+2,86 s) und 40 (+3,99 s) den Einzug in die Kopf-an-Kopf-Rennen geschafft. Allerdings sind diese hinteren Platzierungen keine gute Voraussetzung für die Kämpfe Mann gegen Mann, da sie nicht die Wahl auf der Startrampe haben, was entscheidend sein kann. Für den dritten deutschen Starter, Marten Konrad (WSC Dormagen) ist die WM leider schon beendet. Der 21-Jährige rutsche bereits an Tor zwei, einem Aufwärtstor, ab, musste die Befahrung erneut ansetzen, was zu viel Zeit kostete. Am Ende bedeutete das Platz 51 für ihn in dem 75-köpfigen Teilnehmerfeld. Die Herrenkonkurrenz gewonnen hat einmal mehr der Brite Joseph Clarke vor dem Tschechen Jakub Krejci und David Llorente aus Spanien.
Das Format der Kajak-Cross-Entscheidungen unterscheidet sich von dem bei Weltcups. So qualifizieren sich bei der WM zunächst die 42 Schnellsten aus den Time Trials (Einzelzeitfahren) für die Kopf-an-Kopf-Rennen (Round 1). Die dann jeweils beiden Erstplatzieren ziehen direkt in die Heats (Achtelfinals) ein. Für die 20 „Verlierer“ gibt es eine Hoffnungsrunde (Repechage): Aus diesen fünf Kopf-an-Kopfrennen können sich noch zehn Athleten für die Heats qualifizieren. Mit diesen in Summe 32 Qualifizierten geht es dann wie bisher gewohnt in die Heats, also die Achtelfinals.
Bilder und Text: Uta Büttner 26.07.2026
Live-Ergebnisse: https://www.canoeicf.com/canoe-slalom-world-championships/oklahoma-city-2026/results
Cheftrainer Thomas Apel sagte nach dem WM-Wettkampfauftakt, „es ist, wie wir es erwartet haben. Die Strecke ist kurz und schnell und verzeiht keine Fehler. Marten Konrad musste das schmerzhaft feststellen“. Er habe auf der gesamten Strecke die Schnelligkeit gehabt. 2,6 Sekunden fehlten Konrad auf den letzten Qualifizierten. „Das ist eine schmerzhafte Erfahrung für ihn als jungen Sportler. Aber ich denke, er hat gezeigt, dass mit ihm in Zukunft zu rechnen sein wird. Die Qualifikation aller drei Damen sehe er als relativ souverän geschafft. „Ich glaube, die Eskimorolle hat noch bessere Platzierungen verhindert“. Nun werde mit diesen Voraussetzungen die Taktik für die Kopf-an-Kopf-Rennen am Samstag besprochen.


Deutsches Canadier-Männer-Team holt WM-Bronze
Herzlichen Glückwunsch für das erfolgreiche C 1 Herrenteam für die WM Bronzemedaille!
Die erste Medaille für Deutschland bei den Kanuslalom-Weltmeisterschaften im US-amerikanischen Oklahoma City gewinnen die Canadierpaddler Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg), Lennard Tuchscherer (Leipziger KC) und Timo Trummer (KV Zeitz) gemeinsam im Teamwettbewerb. Als erste in den Wettkampf gestartet, mussten die Drei lange warten, bis das Ergebnis feststand. Sie wussten, sie hatten einen guten
Lauf den Wildwasserkanal von Riversport Rapids. Doch was war er wert? Am Ende setzten sich nur noch Briten und Franzosen vor das deutschen Trio.

Bild v.l.: Timo Trummer-Lennard Tuchscherer-Sideris Tasiadis

Die Freude über Bronze war groß, zumal seit vielen Jahren Deutschland in dieser Disziplin kein WM-Edelmetall holen konnte. „Man sieht jetzt schon, was für Potenzial wir in uns haben“, sagte Tasiadis, der die Fahrt des Trios anführte. Die Taktik, die sich das Team zurechtgelegt hatte, war aufgegangen. Tuchscherer fuhr als Letzter. „Meine Aufgabe war es, dranzubleiben und die Fahrt von Timo weiterhin zu ermöglichen“, erklärte er, denn es gilt immer das richtige Timing zu finden, um sich nicht gegenseitig im Weg zu stehen, aber die Linie auch nicht zu verlassen. „Dafür hatte ich am Anfang der Strecke relativ viel Ruhe im Vergleich zu den beiden anderen und musste dann an gewissen Punkten wieder anziehen“, berichtete der Leipziger. „Uns war bewusst, wir wollen als Mannschaft immer zusammenbleiben, aber auch genügend Platz lassen, damit die Fahrt reibungslos verläuft“, sagte Tasiadis. Trummer freue sich sehr über die Medaille, nachdem es zuvor am Vormittag mit seinem Vorlauf-Aus nicht nach Wunsch gelaufen war. „Es ist immer ein bisschen schade, wenn man es im Einzel nicht hinkriegt. Aber es ist ja unabhängig von der Mannschaft. Da muss man dann trotzdem ordentlich und fokussiert herangehen. Deshalb bin ich auch sehr froh, dass wir das heute gemeinsam runtergerockt haben“, sagte der Zeitzer und ergänzte, „im Einzel muss ich noch ein bisschen an mir arbeiten“. Viel Zeit zum Verarbeiten des Einzellaufes hatte der 30-Jährige nicht. „Ich habe in der Zwischenzeit versucht, es nicht so an mich heran zu lassen, damit ich den Fokus und die Konzentration für die Mannschaft noch habe, weil es da nicht nur um mich geht, sondern auch um die anderen beiden.“

Live-Ergebnisse:
https://www.canoeicf.com/canoe-slalom-world-championships/oklahoma-city-2026/results

Für das deutsche Canadier-Team mit den drei Leipzigerinnen Andrea Herzog, Nele Bayn und WM-Debütantin Lucie Krech lief es dagegen nicht so gut. Sie hatten sich viel vorgenommen, auch nach Edelmetall geschaut. Doch mit vier Strafsekunden im Gebäck landete das Damen-Trio am Ende auf dem achten Rang. Gold gewann die Slowakei vor tschchien und Frankreich.
Am heutigen Donnerstag finden mit den Halbfinals und Finals die Entscheidungen im Kajak der Damen und Herren. Die Finals starten ab 21.06 Uhr CET.
WM USA: Fünf der sechs deutschen Canadierboote im Halbfinale
Fünf der sechs deutschen Canadierboote konnten sich bei den Kanuslalom-Weltmeisterschaften im US-ameriakanischen Oklahoma City für die Halbfinals der besten 30 qualifizieren. Souverän dabei die Fahrt von Lennard Tuchscherer (Leipziger KC), der auf Rang neun paddelte. Ebenfalls kontrolliert qualifizierte sich Sideris Tasiadis mit Platz 13. Ebenfalls eine Runde weiter sind alle drei Damen vom Leipziger KC mit den Plätzen 23, 25 und 27 durch Nele Bayn, Andrea Herzog und Lucie Krech. Timo Trummer (KV Zeitz) erreichte das Halbfinale nicht. Der 30-Jährige kassierte sechs Strafsekunden, was am Ende Platz 51 in dem 70-köpfigen Feld bedeutete.
WM USA: Deutsche Kajak-Teams paddeln auf Rang acht
Die deutschen Kajak-Damen können diesmal von den Kanuslalom-Weltmeisterschaften kein Edelmetall im Team mitnehmen. Im vorigen Jahr noch zu Silber gefahren, reichte es für Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach & KSA), Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg) und Annkatrin Plochmann (SGV Nürnberg-Fürth) nur für den achten Platz. 13 Nationen waren an den Start gegangen. Dabei sah es zunächst richtig gut aus, bis Emily Apel kenterte, was viele Sekunden kostete und damit auch die Chance auf einen Podestplatz. Den Sieg sicherte sich Australien vor Frankreich und der Slowakei.
Ebenfalls auf Rang acht paddelte das deutsche Kajak-Männerteam. Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg), Stefan Hengst (KR Hamm) und Christian Stanzel (Augsburger KV) waren schnell unterwegs, jedoch mit vier Strafsekunden wegen zwei Torstabberührungen im Gepäck war ein Greifen nach Edelmetall unmöglich geworden. Gold gewann Slowenien vor der Schweiz und Österreich. 18 Nationen waren an den Start gegangen.
Marianne Stenglein, Kanu Schwaben Augsburg / Presse DKV Uta Büttner & Fotos

Sideris Tasiadis bester Deutscher in den Canadier Einer Disziplinen - im Finale wurde er "Achter"
WM USA: Sideris Tasiadis wird WM-Achter
Bild: Sideris Tasiadis
Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg) hat mit Platz acht die beste Leistung des deutschen Canadier-Teams bei den Kanuslalom-Weltmeisterschaften im US-amerikanischen Oklahoma City gezeigt. Zwar kam der 36-Jährige ohne Torstabberührung durch den Wildwasserkanal von Riversport Rapids, aber er konnte seine gute Halbfinalzeit nicht toppen, was für einen Endlauf meist nötig ist. Im Gegenteil. Der vor ihm gestartete nun neue Weltmeister, Miquel Trave aus Spanien, hatte eine Marke gesetzt, die auch Tasiadis vor seinem eigenen Lauf nicht entgangen war. „Ich habe die Zeiten schon gewusst, da habe ich mich aber nicht unter Druck setzen lassen. Ich dachte, wenn ich einen guten Lauf hinbekomme, kann ich das auf jeden Fall auch hinbekommen“, sagte der Augsburger. Doch im unteren Streckenabschnitt habe er zweimal die Kante verloren, „dann steht das Boot erst einmal auf der Stelle und ich muss es immer wieder vorantreiben“, erklärte er seine Fahrfehler. „Und das hat mich ein bisschen geärgert, dass ich zweimal den Schwung in das nächste Auswärtstor nicht mitnehmen konnte.“ Er freue sich dennoch, dass er mit diesem Platz wichtige Punkte für den Olympia-Quotenplatz mitnehmen konnte. Silber und Bronze sicherten sich der Brite Adam Burgess und der Tscheche Lukas Kratochvil.
Der zweite deutsche Halbfinalist Lennard Tuchscherer (Leipziger KC) paddelte nach seinem souveränen Endlaufeinzug am Ende auf den zehnten Platz. Der 27-Jährige hatte gleich einen Startfehler zu verkraften, kassierte gleich am ersten Tor wegen einer Berührung zwei Strafsekunden, darüber, so sagte er, „könnte ich immer noch ein bisschen weinen“. Selbstreflektierend resümierte er: „Die anderen Athleten hier sind einfach Weltspitze, fahren Topzeiten, immer wieder“, sagte der Leipziger und ergänzte selbstkritisch, er noch viel zu tun habe, um an diese starken Leistungen heranzukommen. „Aber es hier zum Jahreshöhepunkt zu schaffen, trotzdem, auch wenn ich hinten dran bin, mitzufahren, bin ich trotzdem zufrieden.“ Zumal er mit der Mannschaft vor zwei Tagen zu WM-Bronze fahren konnte.


Bild: Sideris Tasiadis

Ganz bitter war das Halbfinal-Aus aller drei deutschen Canadierdamen. Dabei war Andrea Herzog (Leipziger KC) mit Platz 13 ganz knapp am Endlauf vorbei geschrammt. Der 26-Jährigen fehlten 0,39 Sekunden auf den letzten Finalplatz. Ihre Clubkameradinnen Lucie Krech und Nele Bayn landeten auf den Rängen 19 und 22. Positiv: Die 22-jährige Nachwuchshoffnung und frisch gebackene U23-Weltmeisterin Lucie Krech hat sich gut geschlagen, was für die Zukunft hoffen lässt. Cheftrainer Thomas Apel sagte, „Lucie hat sehr wertvolle Erfahrung hier sammeln können. Sie hat sich mit ihrer Unbekümmertheit sehr gut präsentiert. Ihre reine Fahrzeit hätte auch für das Finale gereicht. Für ihr Alter aller Ehren wert. Ich sage, jetzt nicht darauf ausruhen, sondern weiter hart arbeiten. Dann ist, denke ich, mit Lucie in Zukunft auch zu rechnen.“ Die Damenkonkurrenz gewann die Tschechin Tereza Kneblova vor Monica Doria aus Andorra und Klaudia Zwolinska aus Polen.

Im Vorlauf bereits am Mittwoch ausgeschieden war Timo Trummer (KV Zeitz).


Cheftrainer Thomas Apel sagte, „leider ist Andrea an einem Platz gescheitert. Das setzt so ein bisschen den Trend der Saison fort.“ In Bezug auf die Olympia-Quotenplatzvergabe liegt Deutschland bei den Canadier-Damen damit aktuell auf Platz elf. Zehn Nationen bekommen am Ende einen Quotenplatz in dieser Disziplin. „Mit dem Resultat kann man in Richtung Olympia-Quali leben, aber für die WM hatten wir uns natürlich mehr vorgestellt. „Die C1-Männer – im Vorfeld viel gescholten – haben, denke ich, sehr gut ihre Lehren aus dem Vortag gezogen. Sie haben sich gute Linien bei den Kajaks abgeschaut. Es war eine sehr souveräne Vorstellung im Halbfinale.“ Die Strecke sei für die Linksschläger, was Tasiadis und Tuchscherer sind, „war die Strecke mit sehr viel Arbeit behaftet“. Aber das solle keine Entschuldigung sein, denn der Silbermedaillengewinner habe bewiesen, was möglich war. „Für Lennard und Sideris gilt es, jetzt daraus Bestätigung mitzunehmen, dass der Weg richtig ist.“ Lennard ist nun nach dem WM-Finaleinzug in Australien voriges Jahr erneut in den Endlauf gepaddelt. „Das ist eine Entwicklung, die wir gerne im Vorfeld unterschrieben hätten. Und Sideris ist auf dem Weg zurück, sich in der Weltspitze zu etablieren. Und dann müssen wir bei den letzten beiden Weltcups in diesem Jahr die letzten Puzzleteile noch zusammensetzen.“

Heute werden die Kajak-Cross-Entscheidungen der Damen und Herren ausgetragen. Start ist 17.04 Uhr CET. Das deutsche Team ist mit Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach), Andrea Herzog (Leipziger KC), Annkatrin Plochmann (SGV Nürnberg-Fürth), Stefan Hengst (KR Hamm) und Felix Sachers (Leipziger KC)
WM USA: Platz fünf für Ricarda Funk
Die Enttäuschung stand Tokio-Olympiasiegerin Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach & KSA) ins Gesicht geschrieben. Platz fünf für die Rheinländerin. „Ich bin an für sich sehr gut im Lauf drin gewesen. Ich war im Modus, ich war auf Angriff gepolt. Leider habe ich den ersten entscheidenden Move nicht exakt getroffen und habe direkt dort Zeit verloren. Ich finde aber, dass ich wieder gut zurück auf die Linie gefunden habe“, sagte die 34-Jährige, der am Ende 0,78 Sekunden auf Bronze fehlten. „Es tut weh. An für sich hatte ich mich gut gefühlt.“ In Hinblick auf das Sammeln der Punkte für den Olympia-Quotenplatz könne sie zufrieden sein, „aber im Hinblick auf die Weltmeisterschaft habe ich schon auf eine Medaille geschielt. Und ich denke schon, dass auch eine Medaille hätte drin sein können.“

Die WM ist für Funk aber noch nicht vorbei. Am letzten WM-Tag steht noch Kajak-Cross an. „Dann heißt es, Ellenbogen ausfahren und kämpfen, was das Zeug hält“, konnte die Rheinländerin dann doch noch mit einem kleinen Lächeln sagen.

Bild: Ricarda Funk
Alle anderen Kajakboote waren vorzeitig ausgeschieden
Große Enttäuschung hingegen im deutschen Kajak-Herrenbereich. Die deutsche Nummer eins der Herren, Noah Hegge (KS Augsburg), ist nach einer zumindest umstrittenen Juryentscheidung wegen eines angeblich nicht korrekt befahrenen Tores, verbunden mit 50 Strafsekunden, als Halbfinal-23. (+50,86 Sekunden) ausgeschieden. Dabei zeigte der 27-Jährige einen sehr guten Lauf, schien zunächst sicher im Endlauf. Deutschland legte Einspruch ein, dem allerdings nicht stattgegeben wurde.
Cheftrainer Thomas Apel fand zu dieser Entscheidung deutliche Worte: „Ich muss auf Deutsch gesagt feststellen: Wir wurden verarscht. Wir wurden einer Medaillenchance beraubt. Es war sehr, sehr schwer nachzuvollziehen, wie die Regelauslegung der ICF vonstattenging. Solche Situationen wie bei Noah an Tor elf passieren an einem Wettkampfwochenende wahrscheinlich 50 Mal. Jetzt wurde im Halbfinale der Kajak dort angefangen“, ein weiterer Paddler hat genau an diesem Tor auch die Höchststrafe bekommen. „Das war schon ziemlich schwer zu verdauen. Da bin ich auch noch mächtig angefressen.“

Bild: Ricarda Funk

Für alle weiteren deutschen Kajakboote war auch im Halbfinale Schluss. Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg) wurde ebenso eine 50-Sekunden-Strafe wegen eines nicht korrekt befahrenen Tores zum Verhängnis. Im Gegensatz zu Hegge war dieser Fehler allerdings eindeutig. Die talentierte Paddlerin war sehr schnell unterwegs, findet meist eine sehr gute Linie im Wasser. Jedoch die Strafsekunden sind ihre Achillesferse. So auch diesmal: Insgesamt waren es 54. Am Ende bedeutete es diesmal Rang 26 für die 23-Jährige.
Stefan Hengst (KR Hamm) kam zwar ohne Berührung durch den schwierigen Stangenparcours, allerdings blieb der 30-Jährige einige Walzen und Wellen hängen. Platz 18 für ihn. Gleich hinter ihm rangierte sich WM-Debütant Christian Stanzel (Augsburger KV) ein. Abschnittsweise zeigte der 21-Jährige einen guten Lauf, hatte am
Ende jedoch sechs Strafsekunden im Gepäck.
In der Qualifikation bereits am Dienstag ausgeschieden war Annkatrin Plochmann (SGV Nürnberg-Fürth.
Bild: Ricarda Funk
Insgesamt fällt das Fazit des Cheftrainers durchwachsen aus. „Ich denke, wir haben sehr gute Leistungen gesehen. Wir können uns, glaube ich, keine Vorwürfe machen, in der Vorbereitung Fehler gemacht zu haben“, sagte er. Neben der Finalteilnahme von Funk habe Emily Apel einen beherzten Halbfinallauf gezeigt „und dann war der Kopf wirklich einmal zu kurz. Mit der 50-Strafsekunde können wir leben.
Bezüglich der Olympia-Quotenplätze zeigte sich Apel jedoch noch recht entspannt. „Man darf jetzt auch nicht in Panik verfallen.“ Mit Platz fünf für Funk liege man im Soll – sechs Nationen bekommen 2027 einen Quotenplatz. Mit der Regelung, dass es fünf Wertungen aus neun Rennen gibt, „muss man konstatieren: Die Kajak-Männer haben ihr erstes Streichergebnis schon dabei. Aber gerade mit den gezeigten Leistungen von Noah muss man das Positive mitnehmen und weiter hart arbeiten.“

Live-Ergebnisse: https://www.canoeicf.com/canoe-slalom-world-championships/oklahoma-city-2026/results
Marianne Stenglein, Kanu Schwaben 25.7.2026 / Text und Fotos Uta Büttner

(A)
Medaillenjagd über wildes Wasser: Hegge,Funk und Co gegen internationale Spitzenkanuten!
Augsburg – Die Slalom-Elite ist zurück in Augsburg. 247 Athletinnen und Athleten aus 40 Ländern kämpfen am kommenden Wochenende, 12. bis 14. Juni, auf dem Eiskanal um Medaillen und Weltcup-Punkte. Fans – und solche, die es werden wollen – können auf der renovierten Olympiaanlage von 1972 aus nächster Nähe spektakuläre Wettkämpfe und emotionale Momente erleben. Im Kajak und Canadier geht es im Slalom am Freitag und Samstag um Präzision und Geschick. Am Sonntag kommt ab Mittag bei den Kopf-an-Kopf-Rennen, den Heats, bei denen immer vier Kanutinnen oder Kanuten gleichzeitig von der Bootshaus-Brücke starten, ein gehöriger Schuss Dramatik hinzu. Die Augsburger Kanuten sind auf ihrer Heimstrecke traditionell besonders stark. Mit kräftiger Unterstützung durch die heimischen Fans konnten sie in den vergangenen Jahren zuverlässig mit Finalteilnahmen, Medaillen und Siegen glänzen.
Bild: Emily Apel
Am Freitag, 12. Juni, eröffnen die Kajakspezialisten die Wettkämpfe. Um 12.30 Uhr beginnen die Herren mit dem Vorlauf, um 14.10 Uhr starten die Damen. Am Nachmittag geht es dann um alles: Um 16.30 Uhr starten die jeweils besten 12 im Finale und fahren um den Sieg. Gegen 18 Uhr folgt die Siegerehrung. Am Samstag, 13. Juni, greifen dann die Sportler mit dem Stechpaddel im Canadier in den Wettkampf ein. Ab 11 Uhr startet der Vorlauf der Damen, um 12.20 Uhr folgen die Herren. Anschließend läuft der Eiskanal heiß: Um 14.30 Uhr beginnen die Finalläufe. Die Siegerehrung findet gegen 16 Uhr statt.
Der Sonntag, 14 Juni, startet um 9.30 Uhr mit den Einzelläufen (Time Trials) der Damen im Kajak Cross. Siegerehrung ist um 10.40 Uhr. Anschließend folgen die Time Trials der Herren um 10.47 Uhr und deren Siegerehrung um 12.10 Uhr. Am Sonntagnachmittag verwandelt sich der Eiskanal zum Schauplatz für ein einziges Spitzensport-Spektakel. Um 13.45 Uhr starten die K.o.-Runden, die sogenannten Heats, mit den jeweils 32 schnellsten Herren und Damen vom Vormittag. Im Head-to Head starten immer vier Athleten gleichzeitig, die jeweils besten zwei kommen eine Runde weiter. Die Finalrennen sind für kurz vor 16 Uhr angesetzt. Gegen 16.10 Uhr schließt die Siegerehrung das Weltcup Wochenende ab.

Bild: Ricarda Funk
Nachdem der 2. Weltcup der Saison am vergangenen Wochenende in Prag für das deutsche Team nicht optimal verlief, werden die Kanutinnen und Kanuten auf ihrer Hausstrecke, auf der sie intensiv trainiert haben, natürlich glänzen wollen. Aus Augsburger Sicht ist Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg/KSA) Bronzemedaillengewinner von Paris, ein aussichtsreicher Medaillenkandidat. In Prag fehlte ihm – trotz massivem Fahrfehler – weniger als eine Sekunde zum Bronze-Platz.
Bei den Damen im Kajak Einer ist Ricarda Funk (Bad Kreuznach/KSA) hier die Top Favoritin für eine Medaille. In ihrer Wahlheimat Augsburg siegte sie schon mehrmals: 2022 wurde sie Weltmeisterin, im vergangenen Jahr triumphierte sie auf dem Eiskanal im Kajak Cross. Emily Apel (KSA) wird ebenfalls vorne angreifen wollen. Die 23-Jährige erreichte hier schon im vergangenen Jahr das Kajak-Finale. Auch in Prag zeigte sie mit einem starken 7. Platz, dass sie vorne angreifen kann.
Bild: Christian Stanzel
Youngster Christian Stanzel (AKV) freut sich, zum ersten Mal beim Heimweltcup an der Start zu gehen.
Im Canadier Einer findet in Augsburg schon seit Jahren keine Rechnung ohneSideris Tasiadis (KSA) statt. Der Olympiamedaillengewinner von 2012 und 2021 wurde ebenfalls 2022 Weltmeister bei der Heim-WM. Bei den Ausscheidungsrennen um die Nationalmannschaft Anfang Mai zeigte der 36-Jährige, dass er trotz Verletzungspause im Herbst den Augsburger Eiskanal am besten kennt. Auch Andrea Herzog (Leipzig), Weltmeisterin von 2022, wird im Canadier ein Wort um den Sieg mitreden wollen. Neben den Deutschen Top-Athleten werden auch einige internationale Stars antreten. Besonders beliebt beim Augsburger Publikum ist Ausnahmekanutin Jessica Fox aus Australien. Die dreifache Olympiasiegerin musste im vergangenen Jahr einen großen Rückschlag aufgrund einer Nieren-Operation wegstecken. Trotz der Zwangspause dominiert sie in diesem Jahr erneut das Weltcup Geschehen: Siege im Kajak und Canadier in Prag sprechen für sich. Auch Klaudia Zwolinska aus Polen hat sich 2025 einen Namen gemacht: Sie wurde Doppelweltmeisterin im Canadier und Kajak, im Cross kam noch Bronze hinzu.

Bild: Stefan Hengst
Bei den Herren im Canadier gibt seit einigen Jahren der Franzose Nicolas Gestin den Ton an. Der amtierende Olympiasieger und Weltmeister wird sich am Wochenende den Herausforderungen im Augsburger Eiskanal stellen. Im Kajak sind die Augen auf Gestins Landsmann und Weltmeister Titouan Castryck gerichtet.

WEITERE KANU-EVENTS AM EISKANAL IN 2026
27. – 28. Juni Stechpaddel-Festival / Boot & Spiele / Baramundi-Cup
3. – 5. Juli ECA-Junior-Cup der European Canoe Association (ECA) für U18

Weitere Infos zu diesen Veranstaltungen finden Sie, soweit sie schon vorliegen, im Internet unter
 https://www.eiskanal-augsburg.de/kanu-veranstaltungen/


Bild: Noah Hegge



Fotos: Uta Büttner, Text: Marianne Stenglein / BKV Bezirk Schwaben / Presse / Juni 2026

(A)
ICF Weltcup Kanuslalom
Viel besser kann es nicht laufen: Ricarda Funk zündet Feuerwerk auf dem Eiskanal
Deutsche und internationale Topkanuten kämpften in Augsburg um Weltcupmedaillen. Beinahe gelingt Ricarda Funk das Triple beim Heimweltcup.
Bild: WC-Siegerinnen
Augsburg – Ricarda Funk hat beim Heimweltcup in Augsburg gezeigt, dass sie in Augsburg nahezu unschlagbar ist. Die 34-Jährige, die in Augsburg lebt und trainiert, paddelte sich am Wochenende zweimal ganz nach oben aufs Siegertreppchen. Nach ihrem Triumph im Slalom am Freitag setzte sie sich am Sonntag ebenfalls gegen die Konkurrenz im Einzellauf im Kajak Cross durch. Im Head-to-Head war sie ebenfalls stark unterwegs und sicherte sich vor jubelnden Fans einen der vier hart umkämpften Plätze im Finale. Dort reichte es letzten Endes knapp nicht für eine Medaille, es blieb bei Platz 4. Doch der Reihe nach.
Am Sonntagvormittag standen die sogenannten Time Trials, also Einzelläufe, im Kajak Cross an. Hier hatte die Olympiasiegerin von Tokio bereits eine Woche zuvor in Prag Silber gewonnen. Dass sie sich auf dem Eiskanal noch besser auskennt, zeigte bereits die erste Zwischenzeit: Über eine Sekunde hatte Funk schon vor dem ersten Tor der Konkurrenz abgenommen. Mit ihrem gewohnt druckvollen und aggressiven Paddelstile attackierte sie die mit Luft und Wasser gefüllten Kajak-Cross-Tore. Bei der Ausfahrt aus dem letzten Aufwärtstor verlor sie jedoch kurzzeitig den Druck am Paddel und damit die Geschwindigkeit. Das kostete wertvolle Zeit. Im Ziel war sie den Wimpernschlag von zwei hundertstel Sekunden schneller als die Tschechin Tereza Kneblova. Das zweite Gold für Funk nach dem fulminanten Triumph im Slalom am Freitag.
Bild: Ricarda Funk
Bild: KS Siegerinnen
Am Sonntagnachmittag standen dann die K.o.-Runden im Kajak Cross an. Von den Heats, über Viertelfinale, ins Semifinale und Finale: Runde für Runde kämpfte sich Funk weiter. Im Finale erwischte sie dann einen schweren Start, wurde noch vor der Einfahrt in den Eiskanal in das langsamere Wasser geschoben. Doch sie kämpfte sich hinter Kneblova auf Position zwei. Die Fans schlugen mit den Handflächen auf die Webebanden beidseits des Kanals und feuerten Funk den Kanal hinunter an. Am ersten Aufwärtstor schob sich jedoch die US-Amerikanerin Evy Leibfarth an Funk vorbei. Am zweiten Aufwärtstor drängte sich noch Alena Marx (Schweiz) an Funk vorbei, sodass der deutschen Ausnahmeathletin nur der vierte Platz blieb.
Bild: Andrea Herzog
Nach dem Finale ordnete Ricarda Funk ihren Lauf ein: »Ich denke, dass ich die eine oder andere Passage besser hätte managen können. Es war ein Kraftakt. Und unten habe ich vielleicht taktisch nicht die richtige Entscheidung getroffen. Im Cross ist das Frustrierende, dass man nicht alles selbst in der Hand hat. Man ist ein bisschen davon abhängig, was die anderen machen.« Doch die beiden Goldmedaillen halfen ihr über die kleine Enttäuschung hinweg: »Ich bin insgesamt absolut zufrieden mit dem Wochenende. Zweimal Gold, einmal Vierter Platz – ich glaube, viel besser kann es nicht laufen. Drei von drei wäre auch ganz schön hart gewesen.«
Bild: Sideris Tasiadis
Bei den Herren im Kajak-Cross war es einmal mehr Stefan Hengst, der ebenfalls eine starke Leistung zeigte. Mit dem 16. Platz im Time Trial qualifizierte er sich solide für die K.o.-Runde der besten 32 Starter. Dort gelangte er bis ins Semifinale, schied dann jedoch knapp aus. Am Ende bedeutet das für ihn Platz fünf. »Es ist sehr cool, hier beim Heimweltcup wieder am Start zu sein. Heimisches Publikum, super Atmosphäre, schönes Wetter: Da will man natürlich gerne im Finale sein. Aber der Weg dahin ist auch sehr schwer, die internationale Konkurrenz ist sehr stark. Man kann keinen auf die leichte Schulter nehmen. Deswegen bin ich mit dem fünften Platz jetzt sehr zufrieden. Für die WM zeigt das auch in die richtige Richtung.« Nach dem siebten Platz im Slalom am Freitag zeigt sich Hengst damit bei der letzten Probe vor der Weltmeisterschaft in Schlagdistanz zur Weltspitze.
Bild: Timo Trummer
Bild: Lennard Tuscherer
Am Samstag hatte Sideris Tasiadis für eine Top-Platzierung im Canadier gesorgt. Der Olympiamedaillengewinner von London und Tokio hatte sich sogar mit dem ersten Platz im Vorlauf für das Finale qualifiziert. Dort berührte er dann eine Torstange im oberen Streckenabschnitt, die ihm die Bronzemedaille verwehrte. »Im Finale muss man noch mal eine Schippe oben drauflegen. Die Berührung der Stange an Tor 2 war ein Leichtsinnsfehler, eigentlich hätte ich auch ein bisschen früher drehen können. Aber nach einem Jahr wieder in einem Finale zu stehen ist eigentlich ganz gut.« Beim vergangenen Weltcup in Augsburg im September 2025 hatte Tasiadis sich am Ellbogen verletzt und konnte erst verspätet in die Saisonvorbereitung starten. Mit seiner Performance auf dem Eiskanal zeigte er jedoch, dass er wieder vorne mitfahren kann. Sein Selbstbewusstsein ist ungebrochen. »Jetzt mit so einem Ergebnis hier spricht ja alles dafür, dass man bei der WM auch eine Medaille rausholen kann – oder auch gewinnen.«
Bild: Lucie Krech
Bild: Nele Bayn
Sieger im C1 wurde etwas überraschend der Italiener Raffaello Ivaldi. In Augsburg startete Ivaldi schon als Jugendlicher, konnte hier jedoch nie eine Medaille gewinnen. Sein letzter Weltcupsieg ist drei Jahre her. Bereits in jungen Jahren sei er ein Fan von Tasiadis gewesen, erzählte er nach seinem Sieg: »Sideris ist eine Legende, ich habe in meiner Jugend immer zu ihm hochgeschaut. Er ist ein großartiger Sportler. Ich wollte alles reinwerfen, wie er es auch macht. Ich würde sagen, erst wenn man hier in Augsburg ein Rennen gewinnt, ist man als Kanufahrer komplett. Auch weil es so ein geschichtsträchtiger Ort ist. Ich habe immer davon geträumt, hier eine Medaille zu holen. Deshalb bin ich jetzt sehr glücklich.« Silber und Bronze gingen an den Briten Adam Burgess und den Slowaken Matej Benus.

WEITERE KANU-EVENTS AM EISKANAL IN 2026
27. – 28. Juni          Stechpaddel-Festival / Boot & Spiele (Kajak Cross für alle)
3. – 5. Juli               ECA-Junior-Cup der European Canoe Association (ECA) für U18

Weitere Infos zu diesen Veranstaltungen finden Sie, soweit sie schon vorliegen, im Internet unter https://www.eiskanal-augsburg.de/kanu-veranstaltungen/
Bild: KS Finale Ricarda Funk




Marianne Stenglein / BKV Bezirk Schwaben / Text: Anna Faber / Fotos: Michael Neumann & M.Stenglein 23.06.2026

(A)
 Ergebnissen der Halbzeit in Markkleeberg, Leistungsklasse und U 18.
Spannend wird es dann am kommenden Wochenende in Augsburg, dort finden die Final Wettkämpfe für die WM Qualifikationen 2026 statt.
In Augsburg werden die Slalom Qualfikationsläufe vom 01.-03.05.2026 auf dem Olympiakanal stattfinden.
Hier der Link für weitere Informationen über die anstehenden Wettkämpfe:
 
Zur Halbzeit der nationalen Qualifikation im Kanuslalom haben sich Ricarda Funk und Andrea Herzog ein sehr gutes Polster zur Konkurrenz verschafft. Hegge gewinnt dreimal.
Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach & KSA) und Andrea Herzog (Leipziger KC) nach ihren vier Siegen in vier Rennen im Kanuslalom am Wochenende in Markkleeberg beruhigt den zweiten Teil der nationalen Qualifikation nächste Woche in Augsburg angehen. Ebenfalls deutlich von der Konkurrenz abgesetzt hat sich Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg), der dreimal gewann und einmal auf den zweiten Platz paddelte. Im Canadier-Bereich der Herren gibt es nach vier Rennen keinen Favoriten.
Bild: Ricarda Funk
Bild: Andrea Herzog
In überragender Form präsentierte sich Andrea Herzog (Leipziger KC). Die 26-Jährige dominierte mit vier deutlichen Siegen im Canadier-Einer das Feld. Ihr seien drei gute Quali-Läufe gelungen, „einen würde ich sogar als sehr gut bezeichnen“, sagte sie. Sie versuche nun, weiterhin an ihrer konstanten Leistung zu arbeiten, „das ist kein Selbstläufer“. Die 6,14 Sekunden Abstand auf die Zweitplatzierte im ersten Lauf waren bereits eine Ansage. In den weiteren Rennen gewann sie mit knapp drei, sechs und knapp vier Sekunden Vorsprung. Sie sei sehr erleichtert nach diesen Ergebnissen. „Ich bin sehr glücklich mit dem Wochenende und freue mich, dass ich doch relativ entspannt in Richtung zweite Quali-Woche schauen kann.“ Das Training im vergangenen Winter habe sich auf jeden Fall gelohnt, sagte sie. „Ich fühle mich sehr gut in Form.“ Einige Umstellungen habe es im Trainingsplan gegeben. So begann sie beispielsweise viel früher im Winter mit hochintensiven Einheiten. Intensitäten und Entspannung wurden anders gesetzt. Die Folge, so berichtete sie, „dass man sich auch mal ein bisschen mehr mit Themen neben dem Kanusport beschäftigen kann. Das tut auf jeden Fall gut. Ich habe mich körperlich schon sehr fit gefühlt, aber es ist gerade auch sehr viel die technische Seite, die ich momentan gut umgesetzt bekomme“. Zudem sei sie „im Kopf relativ gut dabei“ – ein wichtiges Kriterium im Wettkampf. „Jetzt muss ich lernen, dass auch wirklich weiter so abliefern zu können. Das ist das große Ziel“, sagte die Leipzigerin.
Doch nicht nur im Canadier-Einer läuft es aktuell. Im Cross Individual paddelte sie auf die Plätze eins und zwei. „Ich weiß, dass ich dieses Wochenende auch ein guten Quäntchen Glück dabei hatte“, sagte sie. Für die Kopf-an-Kopf-Rennen nächste Woche in Augsburg „heißt es, sich die Strecke nochmal zu erarbeiten und auch im Training ein bisschen gegeneinander zu fighten“. Und dann hoffe sie, dass sie die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr gut umsetzen kann.
Mit den vier Siegen verschaffte sich Herzog ein gutes Polster zum Rest des Feldes. Verfolgt wird sie von Klubkameradin Nele Bayn und Elena Lilik (Kanu Schwaben Augsburg), die aktuell punktgleich sind. Spannend wird es, ob sich eventuell Lucie Krech (Leipziger KC) erstmals in dieser Saison in das WM-Team fahren kann. Mit ihren Plätzen zwei und drei an Tag eins machte sie auf sich aufmerksam. Doch die Läufe drei und vier liefen nicht ganz so gut: Sie paddelte auf die Ränge acht und vier.
Olympiasiegerin Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) zeigte im Kajak-Einer erneut ihre Klasse. In allen vier Läufen setzte sich die 34-Jährige deutlich vor die Konkurrenz. „Ich bin sehr happy mit dem Einstieg“, sagte sie. „Gestern war ich richtig im Flow. Heute war ein bisschen der Kopf mit dabei, aber ich denke, die Herausforderung der Strecke heute habe ich ganz gut und solide gelöst.“ So gelte sich immer zu entscheiden bezüglich Risiko- und Linienwahl auf dem Wasser. Im ersten Lauf am Sonntag habe sie versucht, sich an der Technik der Herren zu orientieren. „Das ist mir nicht ganz gelungen durchzuziehen. Deshalb bin ich im zweiten Lauf einen Schritt zurückgegangen.“
Im Kajak Cross Individual am Freitag hatte sich die Rheinländerin einen Fehler eingehandelt. „Ich war ein bisschen zu viel auf Risiko gegangen. Ich habe ein bisschen zu viel mit dem Feuer gespielt“, erklärte sie. „Das Tor war sehr schwer zu fahren. Es war eine sehr enge Fahrweise meinerseits.“ Damit hat Funk bei den Kopf-an-Kopf-Rennen nächste Woche in Augsburg nicht das erste Startwahlrecht auf der Rampe. „Da wird es dann schwierig mit meiner Taktik, aber ich schau mal, wie ich es umgesetzt bekomme.“
Sehr gut im Kajak-Einer präsentierte sich Annkatrin Plochmann (SGV Nürnberg-Fürth) mit drei zweiten und einem dritten Rang. Nicht so gut lief es hingegen für Elena Lilik (Kanu Schwaben Augsburg). Sie hat einen dritten, zwei vierte und einen fünften Platz zu Buche stehen, was aktuell in der Gesamtpunktewertung Platz drei bedeutet. Verfolgt wird sie von Schwester Emily Apel. Somit scheint es auf einen Dreierkampf um die noch zwei verbleibenden Plätze im WM-Team hinauszulaufen.
Noah Hegge (Bild links, Kanu Schwaben Augsburg) hat sich im Kajak-Einer mit seinen drei Siegen und einem zweiten Platz in vier Rennen am Wochenende in Markkleeberg deutlich vom Rest des Feldes im Kajak-Herrenbereich abgesetzt. Der 27-Jährige zeigte sich sehr zufrieden zur Halbzeit der WM-Qualifikation. „Ich denke, ich habe mein Fahren gezeigt. Dass es reicht, ist gut. Jetzt schaue ich, dass ich es in Augsburg zu Ende bekomme und dann liegt der volle Fokus auf Cross“, sagte er. Denn: Mit seinen Ergebnissen – Ränge zwei und fünf – im Cross-Einzelzeitfahren am ersten Tag der Qualifikation haderte er ein wenig. Auch wenn der Augsburger mit seinen drei Siegen im Slalom aktuell das Feld beherrscht, kommen punktuell Nachwuchsathleten an Hegges Fahrzeiten heran.
Ein wenig unter Druck gesetzt fühlt sich der Augsburger schon: „Ich glaube, ich habe hier am meisten zu verlieren. Von mir wird erwartet, dass ich mich ins Team fahre – und möglichst als Erster. Deshalb muss ich schauen, dass ich meine Sachen hier mache. Die anderen – U23 – können deutlich entspannter fahren. Wenn die gewinnen, ist es gut. Aber sie müssen nicht gewinnen. Ich glaube, die Druckverteilung ist eine andere“. Deshalb fahre er mit „einem kalkulierten Risiko“. Er könne sich noch gut erinnern, als man der Herausforderer und nicht der Gejagte war. „Aber es ist auch schön, gefühlt der Gejagte zu sein. Ich nehme die Rolle an. Und ich finde es gut, dass die Jungen herankommen, und dass da Druck kommt. Das heißt, man muss selber dranbleiben.
Nachwuchshoffnung Enrico Dietz (RKV Bad Kreuznach) konnte sich im dritten Rennen vor den Augsburger setzen. Der 20-Jährige war jedoch am ersten Tag auf der sehr schwierig gehangenen Strecke mit zwei 20. Plätzen gar nicht gut in die Qualifikation gestartet. Damit produzierte der Rheinländer bereits seine Streichergebnisse. Nun sollte alles sitzen – was ihm in den Läufen drei und auch vier, mit seinem dritten Platz, gelungen ist.
Im ersten Lauf auf sich aufmerksam machte der 20-jährige Marten Konrad (WSC Bayer Dormagen). Er landete mit nur 0,01 Sekunden Rückstand auf Hegge auf Rang zwei. Allerdings konnte er diese Leistung nicht wiederholen. Es folgten die Ränge 17, zwölf und 18.
Insgesamt konnten alle anderen Kajakpaddler im Feld hinter Hegge bisher keine Stabilität zeigen, weshalb der Augsburger in der Punktewertung bereits einen großen Abstand zwischen sich und die Konkurrenz schaffen konnte. Daran konnte auch der erfahrene Stefan Hengst (KR Hamm), seit vielen Jahren zum WM-Team gehörend, mit dessen Plätzen vier, zwölf, acht und zwei nichts ändern. So zeichnet sich insgesamt nach Hegge ein enger Kampf um die beiden restlichen Plätze im WM-Team ab. Aufgrund der durchmischten Ergebnisse aller Verfolger ist der Ausgang noch völlig offen.
In der Canadier-Herren-Konkurrenz ist nach vier Rennen komplett alles offen. Jeweils einen Sieg einfahren konnten Sideris Tasiadis (Bild unten, Kanu Schwaben
Augsburg), Anton Weber, Niels Zimmermann (beide Leipziger KC) und Hannes Trummer (KV Zeitz). In der aktuellen Gesamtpunktwertung liegt jedoch Timo Trummer (Bild links, KV Zeitz) vorn. Er hat zwei zweite, einen dritten und einen fünften Platz zu Buche stehen. Dennoch lassen die Ergebnisse in keinster Weise eine Prognose zu. Auch Paddler, die noch keinen Sieg einfahren konnten, haben noch alle Chancen auf einen Platz im WM-Team. Tasiadis, der jahrelang das Maß aller Dinge im deutschen Team war, hat immer noch an den Folgen seiner 2025 Ellenbogenverletzung in der vorigen Saison zu kämpfen, weshalb er auch die WM in Australien absagen musste. Der Routinier habe deshalb viel später in das Wintertraining einsteigen können. „Und auch die harten Einheiten, die nötig sind, konnte ich so nicht trainieren“, erklärte der Augsburger, der Anfang Mai 36 Jahre alt wird.
Insgesamt müssen in der Qualifikation im Kanuslalom acht Wertungsrennen absolviert werden, wobei die beiden schlechtesten Ergebnisse gestrichen werden.
Halbzeit bei U18-Qualifikation: Nova Müller führt in zwei Disziplinen die Punktetabelle an
Nach den ersten vier Kanuslalom-Qualifikationsrennen für die Junioren-Nationalmannschaft fallen Nova Müller und Kilian Käding mit ihren Ergebnissen auf.
Im Kampf um die Plätze in der U18-Nationalmannschaft haben Nova Müller (KST Rhein-Ruhr) und Kilian Käding (Leipziger KC) Achtungszeichen gesetzt.
Im Kajak-Bereich der Juniorinnen hat sich Nova Müller (KST Rhein-Ruhr) mit drei Siegen und einem zweiten Platz ein komfortables Polster verschafft. Um die zwei weiteren Plätze im U18-Team scheint sich ein Kampf mehrerer Athletinnen zu entfachen. In der Canadier-Kategorie führt sie mit einem Sieg und drei zweiten Plätzen die Tabelle zur Halbzeit an. Damit ist sie zur großen Konkurrentin von Neele Krech (Leipziger KC) geworden. Letztere liegt im Canadier aktuell auf Rang drei, knapp hinter ihrer Clubkameradin Maxi Müller. Alle drei haben sich zur Halbzeit etwas von den anderen Starterinnen abgesetzt.
Bei den Kajak-Junioren hat sich Kilian Käding mit seinen drei Siegen zur Halbzeit der U18-Qualifikation etwas vom Rest des Feldes abgesetzt, auch wenn sich das in der Gesamtpunktetabelle zur Halbzeit nicht darstellt. Denn im vierten Lauf befuhr er ein Tor nicht korrekt, was mit einer 50-Sekunden-Strafe geahndet wurde. Trotz dieses Patzers kann der Leipziger optimistisch in die zweite Halbzeit der Kanuslalom-Qualifikation am nächsten Wochenende in Augsburg gehen, denn zwei Streichergebnisse darf man sich erlauben.
Im Canadier verschaffte sich Jacob Ungvari (Leipziger KC) mit zwei Siegen und zwei zweiten Plätzen die beste Ausgangsposition. Sehr gut im Rennen ist auch Kjell Kadyck (BSV Halle) mit einem Sieg, einem zweiten und einem dritten Platz.
Im Kajak-Cross wurden in Markkleeberg zwei Einzelrennen ausgetragen. In Summe gewannen Kilian Käding und Helene Schmidt (Kanu Schwaben Augsburg). Doch damit ist noch lange nichts entschieden. In Augsburg nächste Woche werden die Kopf-an-Kopf-Rennen ausgetragen, für das sich die besten Zwölf aus den Einzelrennen qualifiziert haben.
Noch ist alles offen, wer sich für die U18-Nationalmannschaft qualifiziert. Vier weitere Wettkämpfe finden nächste Woche in Augsburg statt. Die Bewertung erfolgt nach einer Punktevergabe aus den besten sechs der insgesamt acht Rennen. Zwei schlechte Läufe kann sich also jeder leisten. Eine Hürde gilt es zudem noch überwinden: So fordert der Deutsche Kanu-Verband einen Leistungsnachweis, um bei internationalen Wettkämpfen dann auch ein Wörtchen mitreden zu können. Drittbester Deutscher zu sein allein, reicht also nicht aus, um mit der U18-Nationalmannschaft unterwegs sein zu dürfen.

Ergebnisse Cross U18 männlich
  1. KAEDING Kilian LKC Leipzig
  2. BITSCH Samuel KSA Augsburg
  3. EICHELE Levi KSA Augsburg
  4. NEUMANN Matti KSA Augsburg
  5. HAEFNER Linus KSA Augsburg
  6. LEMLER Tarek KSV Bad Kreuznach
  7. BRANDENBURG Pascal BSV Halle
  8. EICHELE Moritz KSA Augsburg
  9. REYS Thomas KSA Augsburg
  10. ARNU Marian KK Rosenheim
  11. UNGVARI Jakob LKC Leipzig
  12. SCHMIDT Johann KSA Augsburg

Julian Lindolf


Philipp Süß
Ergebnisse Cross U18 weiblich
  1. SCHMIDT Helene KSA Augsburg
  2. NESSELTRAEGER Katharina KSV Bad Kreuznach
  3. STEINKE Elisa KST Rhein-Ruhr
  4. KRECH Neele LKC Leipzig
  5. TSCHIEDEL Hanna KV Zeitz
  6. MAXEINER Nele KCE Waldkirch
  7. MUELLER Anni LKC Leipzig
  8. MUELLER Nova KST Rhein-Ruhr
  9. KUHLENKAMP Lotta KSG Hildesheim
  10. KAISER Nora KSA Augsburg
  11. PANNEK Aenna BSV Halle
  12. JUNG Britta WSF Zweibrücken 










Elena Lilik

Emely Apel

Marianne Stenglein / Kanu Schwaben Augsburg/ Presse / 26.04.2026 Text und Fotos DKV Uta Büttner


(A)
Die Olympia-Qualifikation startet in dieser Saison –
Am Freitag beginnt der Kampf um die Plätze in der Nationalmannschaft

In diesem Jahr gibt es einen neuen Qualifikationsmodus für die Olympischen Spiele. Und mit Thomas Apel hat ein neuer Cheftrainer die Fäden in der Hand.
In dieser Saison, erstmals zwei Jahre vor den Olympischen Spielen, startet der Kampf um die Quotenplätze im Kanuslalom und Kajak-Cross für Los Angeles 2028.
Der Internationale Kanuverband (ICF) hat ein komplett neues Qualifikationssystem festgelegt. Demnach müssen sich die Länder ihre Quotenplätze über eine Olympia-Rangliste, kontinentale Qualifikationswettkämpfe und eine globale Qualifikationsrunde sichern. Die ICF erklärt: „Da bei großen Wettkämpfen Qualifikationspunkte zu vergeben sind, wird der Einsatz in den Jahren 2026 und 2027 steigen, was zu einer höheren Beteiligung, einem stärkeren Teilnehmerfeld und einem gesteigerten Interesse während des gesamten Olympiazyklus führen wird“.
Im Mittelpunkt des neuen Systems steht die Olympia-Rangliste. In neun, bereits festgelegten Wettkämpfen werden maximal die fünf besten Ergebnisse jedes Athleten gewertet, um die endgültige Olympia-Rangliste zu ermitteln. Die über die Olympia-Rangliste vergebenen Quotenplätze werden mit einer Begrenzung auf einen Platz pro Nation und Disziplin zugeteilt. Ein Athlet kann nur einen Quotenplatz für sein Land erhalten. Sobald dies erreicht ist, kommt er nicht mehr für weitere Quotenplätze in Betracht.
Der Wertungszeitraum läuft vom 20. Juli 2026 bis zum 3. Oktober 2027, wobei Punkte an einzelne Athleten bei jedem Wettkampf der Olympischen Rangliste vergeben werden, darunter die ICF-Kanu-Slalom-Weltmeisterschaften 2026 und 2027 sowie sieben Weltcups über zwei Saisons hinweg. Für jede olympische Disziplin gibt es eine eigene Rangliste.
Ein Problem dabei ist, dass die Punkte personengebunden sind. Ein Beispiel: Würde im Kajak-Einer der Damen beispielsweise Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) 2026 die meisten Punkte einfahren und 2027 aus irgendeinem Grund nicht starten können, gehen diese Punkte für Deutschland quasi verloren, denn für einen Quotenplatz dürfte es dann nicht reichen. Falls zwar beispielsweise Elena Lilik (KS Augsburg) theoretisch mit ihrer Punktzahl den Quotenplatz im Kajak-Einer holen würde, aber zuvor bereits im Canadier-Einer einen Platz für Deutschland geholt hat, bekommt Deutschland diesen nicht zugesprochen.
Jedoch bedeutet diese Personengebundenheit auch, dass Nachwuchskader in den kommenden zwei Jahren schlechtere Karten haben. Denn, um nahezu sicherzustellen, dass Athleten mit vielen im Jahr 2026 gesammelten Olympia-Quali-Punkten auch 2027 zum Nationalteam gehören, bekommen diese für die nationale Qualifikation im nächsten Jahr viele Bonuspunkte.
Das deutsche Trainerteam ist enttäuscht über dieses neue Qualifikationssystem, da damit die Nachwuchsförderung auf zwei Jahre behindert wird. Entsprechend habe man geplant, um auch Jüngeren Einsatzchancen zu geben. So werden einige, nicht zur Olympia-Qualifikation gehörende Wettkämpfe, von großen Teilen des A-Teams nicht besetzt werden. Dazu gehören dann vermutlich auch die Europameisterschaften im italienischen Ivrea.
Neue Nominierungskriterien für deutsche Nationalmannschaft
Statt der 2025 im Kanuslalom ausgetragen sechs Wertungsrennen, werden in diesem Jahr acht ausgetragen, wobei die beiden schlechtesten Platzierungen nicht in die Wertung eingehen.
Im Kajak-Cross kann sich diesmal niemand über die Qualifikation im Kajak-Einer automatisch auch für Kajak-Cross vornominieren. Alle Plätze für das National-Team in dieser Disziplin werden über die Qualifikationswettkämpfe im Cross vergeben.
Wer am Ende zur WM nach Oklahoma City (USA) fahren darf, hängt nicht nur von den Platzierungen bei der nationalen Qualifikation ab, auch ein entsprechender, vom DKV geforderter Leistungsnachweis muss erbracht werden. Zudem bedarf es am Ende der offiziellen Nominierung durch den DKV.
Vorbereitung auf die Saison
Die Vorbereitung auf die neue Saison lief nach Plan, wie der neue Cheftrainer Thomas Apel sagte. „Die Lehrgänge in Dubai und Pau in Vorbereitung auf die Saison sind sehr gut verlaufen. Es herrscht ein sehr gutes Klima im Team“, sagt Apel. Einzig der zweifache Olympia-Medaillengewinner und Weltmeister von 2022, Canadierspezialist Sideris Tasiadis (KS Augsburg), konnte nach seiner Ellbogenverletzung – die zur WM-Absage geführt hatte – im vergangenen Jahr bisher noch nicht in vollem Umfang trainieren, wie der Athlet mitteilt. Sein Ellbogen sei inzwischen soweit ganz gut, sagt der 35-Jährige. „Ich bin natürlich nicht ganz so fit wie die anderen, weil ich mit dem Trainingseinstieg später angefangen habe und ein paar Trainingsinhalte erst später einbauen konnte.“ Härtere Trainingseinheiten seien nur punktuell möglich, „aber nicht in dem Maß, wie die anderen es machen können“. An der nationalen Qualifikation werde er aber auf jeden Fall teilnehmen. Klares Ziel sei, auch 2026 zum Nationalteam zu gehören.
Spannende nationale Qualifikation zu erwarten
Mit dem Karriereende von Hannes Aigner (Augsburger KV) gibt es einen starken Kajak-Paddler weniger – eine gute Chance also für die Nachwuchssportler. Spannend wird auch sein, wie sich die Deutschen im Kajak-Cross weiterentwickelt haben. Beispielsweise sorgte Canadierspezialistin Andrea Herzog (Leipziger KC) mit ihren Ergebnissen in dieser, für sie sehr neuen Disziplin für ein Achtungszeichen. Auch begeisterte ihr Klubkamerad, der 19-jährige Niels Zimmermann mit seinem Auftreten im Canadier. Können in dieser Saison weitere junge Talente folgen? Es wird spannend.
Uta Büttner
 Terminplan 2026:
24. – 26. April Nationale Qualifikation Teil 1 in Markkleeberg (LK/U23/U18)  
1. – 3. Mai Nationale Qualifikation Teil 2 in Augsburg (LK/U23/U18)  
29. – 31. Mai 1. WC Ljubljana-Tacen (Slowenien)  
5. – 7. Juni 2. WC Prag (Tschechien)  
12. – 14.Juni 3. WC Augsburg (Deutschland)  
20. – 25. Juli Weltmeisterschaften Oklahoma City (USA) OQ
4. – 6. September 4. WC Vaires-sur-Marne (Frankreich) OQ
11. – 13. September WC-Finale La Seu d‘Urgell (Spanien) OQ
24. – 26. September Europameisterschaften Ivrea (Italien)  
2. – 4. Oktober Deutsche Meisterschaften in Markkleeberg (Deutschland)  
 
OQ = Wettkämpfe für Olympia-Qualifikation
Nationale Quali Markkleeberg: https://slalomevents.de/2026-dkv-sichtung/
Nationale Quali Augsburg: https://www.eiskanal-augsburg.de/kanu-veranstaltungen/dkv-quali-kanuslalom/
Marianne Stenglein /BKV Bezirk Schwaben 22.4.2026 / Text Uta Büttner 

(A)
Augsburger Sportgala im Kongresszentrum wieder ein absolutes Highlight!
Von den beiden Augsburger Kanuvereinen waren wieder zahlreiche Sportlerinnen und Sportler unter den Geehrten! 
Die Oberbürgermeisterin Eva Weber ehrte die erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler aus den insgesamt 200 Vereinen Augsburgs zusammen mit dem Sportreferenten Jürgen K. Einninger. In Augsburg werden insgesamt 150 Sportarten betrieben. Frau Weber freute sich auch, dass die Stadt Augsburg Teil der Münchner Bewerbung der Olympischen Sommerspiele der Jahre 2036 + (2040, 2044) ist.
Das Rahmenprogramm wurde durch den TSV Firnhaberei 1926 e.V. gestaltet und mit ihm begann (nach der Begrüßung durch Frau Weber) der Gala Abend.
Die anschließenden Ehrungen der Sportlerinnen und Sportler nahmen den größten Anteil des Abends ein, die Reihenfolge der Ehrungen:
Skaterhockey, Flag Football, Golf, Badminton, Ultimate Frisbee, Pickleball, dann der große Block des Kanusports: Kanuslalom, Kajak Cross, Rafting, Stand-up-Paddling, Wildwasser gefolgt von Schwimmen, Wasserspringen, Judo, Kraftdreikampf, Radsport, Leihtathletik, Geräteturnen, Motorsport, Nationalspieler, überraagende internationale Leistungen.
Ein ganz besondere Ehrung gab es für den Präsidenten unseres Hauptvereins Hans Peter Pleitner, er erhielt die Goldene Verdienstnadel der Stadt Augsburg verliehen. HP Pleitner ist seit 2011 Präsident des TSV 1847 Schwaben Augsburg e.V.. Der frühere Hockeyspieler ist beim Bayerischen Hockeyverband Vorsitzender des Verbandsschiedsgerichts. Bei der Kanuslalom Weltmeisterschaft 2022 traten 380 Sportlerinnen und Sportler aus 70 Nationen in zehn Medaillen-Entscheidungen gegeneinander an und hier war HP Pleitner der Chef Organisator der WM am Eiskanal. Von Beruf ist er Rechtsanwalt und zudem ist er Vorsitzender des Sportbeirats der Stadt Augsburg Der Sportbeirat hat die Aufgabe, den Stadtrat und die Stadtverwaltung in allen Fragen des Sports zu beraten. Eine wahrhaft verdiente Ehrung für den rührigen TSV Schwaben Präsidenten. Herzlichen Glückwunsch von seinen Kanu Schwaben.
Die Sportlerwahl des Jahres wurde wieder (wie bereits seit 30 Jahren) durch den Verein Augsburg, Allgäuer Sportpresse durch Frau Bogenreuther bekannt gegeben
und die Ehrung erfolgte durch OB Frau Weber und Herbert Schmoll. 

Sportler des Jahres: 
1. Nico Sturm (Eishockey)
2. Georg Zimmmermann (Radsport)
3. Noah Hegge (Kanuslalom)

Sportlerin des Jahres:
1. Tina Rupprecht (Boxen)
2. Ricarda Funk (Kanuslalom)
3. Helena Schuster (Leichtathletik)

Bei der Mannschaft des Jahres sicherte sich dieses Jahr das American Footbaall Team den ersten Platz, gefolgt von TC Augsburg (Tennis) und den dritten Platz belegten die Kanu Slalom Herren Noah Hegge, Hannes Aigner und Stefan Hengst, welche gemeinsam Gold bei der Europameisterschaft holten.
Nach diesem Marathon der Ehrungen ging es für die Gäste und Geehrten zum Buffet und der Abend endete mit vielen gemeinsamen Gespräche.
Herzlichen Glückwunsch an die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler und besonders unseren 21 Kanu Schwaben. Die neue Saison steht an, die nationale Kanuslalom WM Qualifikation findet vom 1.-3.5.2026 wieder auf dem Olympiakanal statt. Aber auch im April gibt es die „offene Bayerische Meisterschaft“ mit dem Kuhsee Cup, entweder teilnehmen oder zuschauen, das lohnt sich!
Marianne Stenglein BKV Bezirk Schwaben / Presse /Text und Fotos von M.Stenglein 22.03.2026

(A)
 Glückwunsch an unsere Kanuslalom Sportlerinnen und Sportler für diese herausragende Ehrung - besonders für drei Kanu Schwaben Elena Lilik, Sideris Tasiadis und Ricarda Funk (KSA&KSV Badkreuznach).
und Hannes Aigner vom Nachbarverein AKV
Höchste staatliche Auszeichnung im deutschen Sport
Das Silberne Lorbeerblatt wird im Namen des Bundespräsidenten an Sportlerinnen und Sportler verliehen, die sich durch besondere internationale Erfolge verdient gemacht haben. Die Auszeichnung steht dabei nicht nur für einzelne Titel, sondern für den gesamten sportlichen Weg.
Zwölf Sportlerinnen und Sportler des Deutschen Kanu-Verbandes aus dem Kanu-Rennsport und Kanu-Slalom wurden am 19.01.2026 in Berlin mit der höchsten sportlichen Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland, dem Silbernen Lorbeerblatt, geehrt.
Übergeben wurde das Silberne Lorbeerblatt, dass der Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier verleiht, von Staatsministerin für Sport und Ehrenamt Dr. Christiane Schenderlein (CDU). Mit der Ehrung werden herausragende sportliche Leistung auf internationalem Niveau gewürdigt, sondern auch vorbildliche Haltung - geprägt von Fairplay und Teamgeist. Die feierliche Übergabe fand im Bundeskanzleramt in Berlin statt.
Die DKV-Präsidentin Dajana Peffestorff gratulierte den ausgezeichneten Athletinnen und Athleten persönlich im Bundeskanzleramt, wo die Ehrung stattfand, und betonte die Bedeutung der Ehrung für den Kanusport:
„„Es erfüllt mich mit großem Stolz, dass so viel herausragende Kanusportlerinnen und Kanusportler für ihre außergewöhnlichen Leistungen mit dem Silbernen Lorbeerblatt geehrt wurden. Hinter jedem Erfolg stehen jahrelange harte Arbeit, große Leidenschaft und der Mut, immer wieder an die eigenen Grenzen zu gehen. Sie alle haben den Kanusport in Deutschland auf beeindruckende Weise vertreten und sind für mich persönlich wie auch für unseren Verband echte Vorbilder. Dafür danke ich ihnen von Herzen und gratuliere zu dieser besonderen und hochverdienten Auszeichnung.“ “

Geehrt aus dem Kanu-Slalom wurden: 
Hannes Aigner 
Olympische Bronzemedaille K1 2012 und 2021,
Weltmeister K1 2018 in Rio de Janeiro (BRA) sowie
Team-Weltmeister K1 2022 in Augsburg (GER)

Ricarda Funk
Olympiasiegerin K1 2021,
Weltmeisterin K1 2021 in Bratislava (SVK) und
Weltmeisterin K1 2022 in Augsburg (GER)

Andrea Herzog
Weltmeisterin C1 2019 in La Seu d’Urgell (ESP) und
Weltmeisterin C1 2022 in Augsburg (GER)

Elena Lilik 
Weltmeisterin C1 2021 in Bratislava (SVK)

Sideris Tasiadis
Weltmeister 2022 in Augsburg (GER)

Die Ehrung erhielten aus dem Kanu-Rennsport:
Sebastian Brendel 
Weltmeister Kanu-Rennsport 2017 in Račice (CZE)

Tim Hecker 
Weltmeister Kanu-Rennsport 2023 in Duisburg (GER)
Peter Kretschmer 
Weltmeister 2017 in Račice (CZE) und 2023 in Duisburg (GER)
Max Lemke
Weltmeister 2017 in Račice (CZE), 2018 in Montemor-o-Velho (POR),
2019 in Szeged (HUN) und 2023 in Duisburg (GER)

Tom Liebscher-Lucz 
Weltmeister 2017 in Račice (CZE) und 2023 in Duisburg (GER)
Ronald Rauhe 
Weltmeister 2017 in Račice (CZE)
Conrad-Robin Scheibner 
Weltmeister 2021 in Kopenhagen (DEN)

Im Anschluss an die Ehrungszeremonie fand ein Empfang mit den ausgezeichneten Athletinnen und Athleten statt, zu dem auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeitweilig dazustieß, um seine Glückwünsche persönlich zu übermitteln.
Am 4. Februar wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue weitere die Medaillengewinnerinnen und-gewinner der World Games 2025 und der Sommerspiele der Gehörlosen (Deaflympics) ehren.Quelle DKV
Leider fehlen bei der DKV Veröffentlichung etliche wichtige Titel bei Elena Lilik ( Silbermedaille bei den olympischen Spielen 2024 in Paris u.a.) und Sideris Tasiadis (2012 und 2021 im C 1 olympische Bronzemedaille) um nur die wichtigsten zu nennen!
Marianne Stenglein, 29.01.2026



Für die Weltmeisterschaften im Kanu-Slalom in Oklahoma City, USA ist der Ticket-Vorverkauf gestartet
Der Ticketverkauf für die Kanuslalom-Weltmeisterschaften 2026 des Internationalen Kanuverbandes (ICF) hat begonnen. Die Titelkämpfe finden vom 20. bis 25. Juli 2026 im Whitewater Center in Oklahoma City (USA) statt.
Die Anlage wird auch Austragungsort der Kanuslalom-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen Los Angeles 2028 sein. Damit bietet die Weltmeisterschaft einen frühen Einblick in Wettkämpfe auf olympischem Niveau.

Noah Hegge

Emely Apel

Elena Lilik

Ricarda Funk
Rund 300 Athletinnen und Athleten aus etwa 50 Nationen werden in den Disziplinen Canadier, Kajak und Kayak Cross um die Weltmeistertitel kämpfen. Es ist die erste Austragung einer Kanu--Slalom-WM in Nordamerika seit mehr als zehn Jahren.
Neben den sportlichen Wettbewerben ist ein umfangreiches Rahmenprogramm mit täglicher Unterhaltung sowie gastronomischen Angeboten geplant. Die offizielle Eröffnungsfeier findet am Samstag, 19. Juli 2026, statt.
Tickets, darunter Tages- und Mehrtagestickets, sind über Tickets Kanu-Slalom-WM erhältlich.
Weitere Informationen zu Zeitplänen, Tickets und organisatorischen Hinweisen gibt es auf okc2026.com
Marianne Stenglein, 28.01.2026


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