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Slalom

 Info zu Anti-Dopin 

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Medaillenjagd über wildes Wasser: Hegge,Funk und Co gegen internationale Spitzenkanuten!
Augsburg – Die Slalom-Elite ist zurück in Augsburg. 247 Athletinnen und Athleten aus 40 Ländern kämpfen am kommenden Wochenende, 12. bis 14. Juni, auf dem Eiskanal um Medaillen und Weltcup-Punkte. Fans – und solche, die es werden wollen – können auf der renovierten Olympiaanlage von 1972 aus nächster Nähe spektakuläre Wettkämpfe und emotionale Momente erleben. Im Kajak und Canadier geht es im Slalom am Freitag und Samstag um Präzision und Geschick. Am Sonntag kommt ab Mittag bei den Kopf-an-Kopf-Rennen, den Heats, bei denen immer vier Kanutinnen oder Kanuten gleichzeitig von der Bootshaus-Brücke starten, ein gehöriger Schuss Dramatik hinzu. Die Augsburger Kanuten sind auf ihrer Heimstrecke traditionell besonders stark. Mit kräftiger Unterstützung durch die heimischen Fans konnten sie in den vergangenen Jahren zuverlässig mit Finalteilnahmen, Medaillen und Siegen glänzen.
Bild: Emily Apel
Am Freitag, 12. Juni, eröffnen die Kajakspezialisten die Wettkämpfe. Um 12.30 Uhr beginnen die Herren mit dem Vorlauf, um 14.10 Uhr starten die Damen. Am Nachmittag geht es dann um alles: Um 16.30 Uhr starten die jeweils besten 12 im Finale und fahren um den Sieg. Gegen 18 Uhr folgt die Siegerehrung. Am Samstag, 13. Juni, greifen dann die Sportler mit dem Stechpaddel im Canadier in den Wettkampf ein. Ab 11 Uhr startet der Vorlauf der Damen, um 12.20 Uhr folgen die Herren. Anschließend läuft der Eiskanal heiß: Um 14.30 Uhr beginnen die Finalläufe. Die Siegerehrung findet gegen 16 Uhr statt.
Der Sonntag, 14 Juni, startet um 9.30 Uhr mit den Einzelläufen (Time Trials) der Damen im Kajak Cross. Siegerehrung ist um 10.40 Uhr. Anschließend folgen die Time Trials der Herren um 10.47 Uhr und deren Siegerehrung um 12.10 Uhr. Am Sonntagnachmittag verwandelt sich der Eiskanal zum Schauplatz für ein einziges Spitzensport-Spektakel. Um 13.45 Uhr starten die K.o.-Runden, die sogenannten Heats, mit den jeweils 32 schnellsten Herren und Damen vom Vormittag. Im Head-to Head starten immer vier Athleten gleichzeitig, die jeweils besten zwei kommen eine Runde weiter. Die Finalrennen sind für kurz vor 16 Uhr angesetzt. Gegen 16.10 Uhr schließt die Siegerehrung das Weltcup Wochenende ab.

Bild: Ricarda Funk
Nachdem der 2. Weltcup der Saison am vergangenen Wochenende in Prag für das deutsche Team nicht optimal verlief, werden die Kanutinnen und Kanuten auf ihrer Hausstrecke, auf der sie intensiv trainiert haben, natürlich glänzen wollen. Aus Augsburger Sicht ist Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg/KSA) Bronzemedaillengewinner von Paris, ein aussichtsreicher Medaillenkandidat. In Prag fehlte ihm – trotz massivem Fahrfehler – weniger als eine Sekunde zum Bronze-Platz.
Bei den Damen im Kajak Einer ist Ricarda Funk (Bad Kreuznach/KSA) hier die Top Favoritin für eine Medaille. In ihrer Wahlheimat Augsburg siegte sie schon mehrmals: 2022 wurde sie Weltmeisterin, im vergangenen Jahr triumphierte sie auf dem Eiskanal im Kajak Cross. Emily Apel (KSA) wird ebenfalls vorne angreifen wollen. Die 23-Jährige erreichte hier schon im vergangenen Jahr das Kajak-Finale. Auch in Prag zeigte sie mit einem starken 7. Platz, dass sie vorne angreifen kann.
Bild: Christian Stanzel
Youngster Christian Stanzel (AKV) freut sich, zum ersten Mal beim Heimweltcup an der Start zu gehen.
Im Canadier Einer findet in Augsburg schon seit Jahren keine Rechnung ohneSideris Tasiadis (KSA) statt. Der Olympiamedaillengewinner von 2012 und 2021 wurde ebenfalls 2022 Weltmeister bei der Heim-WM. Bei den Ausscheidungsrennen um die Nationalmannschaft Anfang Mai zeigte der 36-Jährige, dass er trotz Verletzungspause im Herbst den Augsburger Eiskanal am besten kennt. Auch Andrea Herzog (Leipzig), Weltmeisterin von 2022, wird im Canadier ein Wort um den Sieg mitreden wollen. Neben den Deutschen Top-Athleten werden auch einige internationale Stars antreten. Besonders beliebt beim Augsburger Publikum ist Ausnahmekanutin Jessica Fox aus Australien. Die dreifache Olympiasiegerin musste im vergangenen Jahr einen großen Rückschlag aufgrund einer Nieren-Operation wegstecken. Trotz der Zwangspause dominiert sie in diesem Jahr erneut das Weltcup Geschehen: Siege im Kajak und Canadier in Prag sprechen für sich. Auch Klaudia Zwolinska aus Polen hat sich 2025 einen Namen gemacht: Sie wurde Doppelweltmeisterin im Canadier und Kajak, im Cross kam noch Bronze hinzu.

Bild: Stefan Hengst
Bei den Herren im Canadier gibt seit einigen Jahren der Franzose Nicolas Gestin den Ton an. Der amtierende Olympiasieger und Weltmeister wird sich am Wochenende den Herausforderungen im Augsburger Eiskanal stellen. Im Kajak sind die Augen auf Gestins Landsmann und Weltmeister Titouan Castryck gerichtet.

WEITERE KANU-EVENTS AM EISKANAL IN 2026
27. – 28. Juni Stechpaddel-Festival / Boot & Spiele / Baramundi-Cup
3. – 5. Juli ECA-Junior-Cup der European Canoe Association (ECA) für U18

Weitere Infos zu diesen Veranstaltungen finden Sie, soweit sie schon vorliegen, im Internet unter
 https://www.eiskanal-augsburg.de/kanu-veranstaltungen/


Bild: Noah Hegge



Fotos: Uta Büttner, Text: Marianne Stenglein / BKV Bezirk Schwaben / Presse / Juni 2026

(A)
ICF Weltcup Kanuslalom
Viel besser kann es nicht laufen: Ricarda Funk zündet Feuerwerk auf dem Eiskanal
Deutsche und internationale Topkanuten kämpften in Augsburg um Weltcupmedaillen. Beinahe gelingt Ricarda Funk das Triple beim Heimweltcup.
Bild: WC-Siegerinnen
Augsburg – Ricarda Funk hat beim Heimweltcup in Augsburg gezeigt, dass sie in Augsburg nahezu unschlagbar ist. Die 34-Jährige, die in Augsburg lebt und trainiert, paddelte sich am Wochenende zweimal ganz nach oben aufs Siegertreppchen. Nach ihrem Triumph im Slalom am Freitag setzte sie sich am Sonntag ebenfalls gegen die Konkurrenz im Einzellauf im Kajak Cross durch. Im Head-to-Head war sie ebenfalls stark unterwegs und sicherte sich vor jubelnden Fans einen der vier hart umkämpften Plätze im Finale. Dort reichte es letzten Endes knapp nicht für eine Medaille, es blieb bei Platz 4. Doch der Reihe nach.
Am Sonntagvormittag standen die sogenannten Time Trials, also Einzelläufe, im Kajak Cross an. Hier hatte die Olympiasiegerin von Tokio bereits eine Woche zuvor in Prag Silber gewonnen. Dass sie sich auf dem Eiskanal noch besser auskennt, zeigte bereits die erste Zwischenzeit: Über eine Sekunde hatte Funk schon vor dem ersten Tor der Konkurrenz abgenommen. Mit ihrem gewohnt druckvollen und aggressiven Paddelstile attackierte sie die mit Luft und Wasser gefüllten Kajak-Cross-Tore. Bei der Ausfahrt aus dem letzten Aufwärtstor verlor sie jedoch kurzzeitig den Druck am Paddel und damit die Geschwindigkeit. Das kostete wertvolle Zeit. Im Ziel war sie den Wimpernschlag von zwei hundertstel Sekunden schneller als die Tschechin Tereza Kneblova. Das zweite Gold für Funk nach dem fulminanten Triumph im Slalom am Freitag.
Bild: Ricarda Funk
Bild: KS Siegerinnen
Am Sonntagnachmittag standen dann die K.o.-Runden im Kajak Cross an. Von den Heats, über Viertelfinale, ins Semifinale und Finale: Runde für Runde kämpfte sich Funk weiter. Im Finale erwischte sie dann einen schweren Start, wurde noch vor der Einfahrt in den Eiskanal in das langsamere Wasser geschoben. Doch sie kämpfte sich hinter Kneblova auf Position zwei. Die Fans schlugen mit den Handflächen auf die Webebanden beidseits des Kanals und feuerten Funk den Kanal hinunter an. Am ersten Aufwärtstor schob sich jedoch die US-Amerikanerin Evy Leibfarth an Funk vorbei. Am zweiten Aufwärtstor drängte sich noch Alena Marx (Schweiz) an Funk vorbei, sodass der deutschen Ausnahmeathletin nur der vierte Platz blieb.
Bild: Andrea Herzog
Nach dem Finale ordnete Ricarda Funk ihren Lauf ein: »Ich denke, dass ich die eine oder andere Passage besser hätte managen können. Es war ein Kraftakt. Und unten habe ich vielleicht taktisch nicht die richtige Entscheidung getroffen. Im Cross ist das Frustrierende, dass man nicht alles selbst in der Hand hat. Man ist ein bisschen davon abhängig, was die anderen machen.« Doch die beiden Goldmedaillen halfen ihr über die kleine Enttäuschung hinweg: »Ich bin insgesamt absolut zufrieden mit dem Wochenende. Zweimal Gold, einmal Vierter Platz – ich glaube, viel besser kann es nicht laufen. Drei von drei wäre auch ganz schön hart gewesen.«
Bild: Sideris Tasiadis
Bei den Herren im Kajak-Cross war es einmal mehr Stefan Hengst, der ebenfalls eine starke Leistung zeigte. Mit dem 16. Platz im Time Trial qualifizierte er sich solide für die K.o.-Runde der besten 32 Starter. Dort gelangte er bis ins Semifinale, schied dann jedoch knapp aus. Am Ende bedeutet das für ihn Platz fünf. »Es ist sehr cool, hier beim Heimweltcup wieder am Start zu sein. Heimisches Publikum, super Atmosphäre, schönes Wetter: Da will man natürlich gerne im Finale sein. Aber der Weg dahin ist auch sehr schwer, die internationale Konkurrenz ist sehr stark. Man kann keinen auf die leichte Schulter nehmen. Deswegen bin ich mit dem fünften Platz jetzt sehr zufrieden. Für die WM zeigt das auch in die richtige Richtung.« Nach dem siebten Platz im Slalom am Freitag zeigt sich Hengst damit bei der letzten Probe vor der Weltmeisterschaft in Schlagdistanz zur Weltspitze.
Bild: Timo Trummer
Bild: Lennard Tuscherer
Am Samstag hatte Sideris Tasiadis für eine Top-Platzierung im Canadier gesorgt. Der Olympiamedaillengewinner von London und Tokio hatte sich sogar mit dem ersten Platz im Vorlauf für das Finale qualifiziert. Dort berührte er dann eine Torstange im oberen Streckenabschnitt, die ihm die Bronzemedaille verwehrte. »Im Finale muss man noch mal eine Schippe oben drauflegen. Die Berührung der Stange an Tor 2 war ein Leichtsinnsfehler, eigentlich hätte ich auch ein bisschen früher drehen können. Aber nach einem Jahr wieder in einem Finale zu stehen ist eigentlich ganz gut.« Beim vergangenen Weltcup in Augsburg im September 2025 hatte Tasiadis sich am Ellbogen verletzt und konnte erst verspätet in die Saisonvorbereitung starten. Mit seiner Performance auf dem Eiskanal zeigte er jedoch, dass er wieder vorne mitfahren kann. Sein Selbstbewusstsein ist ungebrochen. »Jetzt mit so einem Ergebnis hier spricht ja alles dafür, dass man bei der WM auch eine Medaille rausholen kann – oder auch gewinnen.«
Bild: Lucie Krech
Bild: Nele Bayn
Sieger im C1 wurde etwas überraschend der Italiener Raffaello Ivaldi. In Augsburg startete Ivaldi schon als Jugendlicher, konnte hier jedoch nie eine Medaille gewinnen. Sein letzter Weltcupsieg ist drei Jahre her. Bereits in jungen Jahren sei er ein Fan von Tasiadis gewesen, erzählte er nach seinem Sieg: »Sideris ist eine Legende, ich habe in meiner Jugend immer zu ihm hochgeschaut. Er ist ein großartiger Sportler. Ich wollte alles reinwerfen, wie er es auch macht. Ich würde sagen, erst wenn man hier in Augsburg ein Rennen gewinnt, ist man als Kanufahrer komplett. Auch weil es so ein geschichtsträchtiger Ort ist. Ich habe immer davon geträumt, hier eine Medaille zu holen. Deshalb bin ich jetzt sehr glücklich.« Silber und Bronze gingen an den Briten Adam Burgess und den Slowaken Matej Benus.

WEITERE KANU-EVENTS AM EISKANAL IN 2026
27. – 28. Juni          Stechpaddel-Festival / Boot & Spiele (Kajak Cross für alle)
3. – 5. Juli               ECA-Junior-Cup der European Canoe Association (ECA) für U18

Weitere Infos zu diesen Veranstaltungen finden Sie, soweit sie schon vorliegen, im Internet unter https://www.eiskanal-augsburg.de/kanu-veranstaltungen/
Bild: KS Finale Ricarda Funk




Marianne Stenglein / BKV Bezirk Schwaben / Text: Anna Faber / Fotos: Michael Neumann & M.Stenglein 23.06.2026

(A)
 Ergebnissen der Halbzeit in Markkleeberg, Leistungsklasse und U 18.
Spannend wird es dann am kommenden Wochenende in Augsburg, dort finden die Final Wettkämpfe für die WM Qualifikationen 2026 statt.
In Augsburg werden die Slalom Qualfikationsläufe vom 01.-03.05.2026 auf dem Olympiakanal stattfinden.
Hier der Link für weitere Informationen über die anstehenden Wettkämpfe:
 
Zur Halbzeit der nationalen Qualifikation im Kanuslalom haben sich Ricarda Funk und Andrea Herzog ein sehr gutes Polster zur Konkurrenz verschafft. Hegge gewinnt dreimal.
Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach & KSA) und Andrea Herzog (Leipziger KC) nach ihren vier Siegen in vier Rennen im Kanuslalom am Wochenende in Markkleeberg beruhigt den zweiten Teil der nationalen Qualifikation nächste Woche in Augsburg angehen. Ebenfalls deutlich von der Konkurrenz abgesetzt hat sich Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg), der dreimal gewann und einmal auf den zweiten Platz paddelte. Im Canadier-Bereich der Herren gibt es nach vier Rennen keinen Favoriten.
Bild: Ricarda Funk
Bild: Andrea Herzog
In überragender Form präsentierte sich Andrea Herzog (Leipziger KC). Die 26-Jährige dominierte mit vier deutlichen Siegen im Canadier-Einer das Feld. Ihr seien drei gute Quali-Läufe gelungen, „einen würde ich sogar als sehr gut bezeichnen“, sagte sie. Sie versuche nun, weiterhin an ihrer konstanten Leistung zu arbeiten, „das ist kein Selbstläufer“. Die 6,14 Sekunden Abstand auf die Zweitplatzierte im ersten Lauf waren bereits eine Ansage. In den weiteren Rennen gewann sie mit knapp drei, sechs und knapp vier Sekunden Vorsprung. Sie sei sehr erleichtert nach diesen Ergebnissen. „Ich bin sehr glücklich mit dem Wochenende und freue mich, dass ich doch relativ entspannt in Richtung zweite Quali-Woche schauen kann.“ Das Training im vergangenen Winter habe sich auf jeden Fall gelohnt, sagte sie. „Ich fühle mich sehr gut in Form.“ Einige Umstellungen habe es im Trainingsplan gegeben. So begann sie beispielsweise viel früher im Winter mit hochintensiven Einheiten. Intensitäten und Entspannung wurden anders gesetzt. Die Folge, so berichtete sie, „dass man sich auch mal ein bisschen mehr mit Themen neben dem Kanusport beschäftigen kann. Das tut auf jeden Fall gut. Ich habe mich körperlich schon sehr fit gefühlt, aber es ist gerade auch sehr viel die technische Seite, die ich momentan gut umgesetzt bekomme“. Zudem sei sie „im Kopf relativ gut dabei“ – ein wichtiges Kriterium im Wettkampf. „Jetzt muss ich lernen, dass auch wirklich weiter so abliefern zu können. Das ist das große Ziel“, sagte die Leipzigerin.
Doch nicht nur im Canadier-Einer läuft es aktuell. Im Cross Individual paddelte sie auf die Plätze eins und zwei. „Ich weiß, dass ich dieses Wochenende auch ein guten Quäntchen Glück dabei hatte“, sagte sie. Für die Kopf-an-Kopf-Rennen nächste Woche in Augsburg „heißt es, sich die Strecke nochmal zu erarbeiten und auch im Training ein bisschen gegeneinander zu fighten“. Und dann hoffe sie, dass sie die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr gut umsetzen kann.
Mit den vier Siegen verschaffte sich Herzog ein gutes Polster zum Rest des Feldes. Verfolgt wird sie von Klubkameradin Nele Bayn und Elena Lilik (Kanu Schwaben Augsburg), die aktuell punktgleich sind. Spannend wird es, ob sich eventuell Lucie Krech (Leipziger KC) erstmals in dieser Saison in das WM-Team fahren kann. Mit ihren Plätzen zwei und drei an Tag eins machte sie auf sich aufmerksam. Doch die Läufe drei und vier liefen nicht ganz so gut: Sie paddelte auf die Ränge acht und vier.
Olympiasiegerin Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) zeigte im Kajak-Einer erneut ihre Klasse. In allen vier Läufen setzte sich die 34-Jährige deutlich vor die Konkurrenz. „Ich bin sehr happy mit dem Einstieg“, sagte sie. „Gestern war ich richtig im Flow. Heute war ein bisschen der Kopf mit dabei, aber ich denke, die Herausforderung der Strecke heute habe ich ganz gut und solide gelöst.“ So gelte sich immer zu entscheiden bezüglich Risiko- und Linienwahl auf dem Wasser. Im ersten Lauf am Sonntag habe sie versucht, sich an der Technik der Herren zu orientieren. „Das ist mir nicht ganz gelungen durchzuziehen. Deshalb bin ich im zweiten Lauf einen Schritt zurückgegangen.“
Im Kajak Cross Individual am Freitag hatte sich die Rheinländerin einen Fehler eingehandelt. „Ich war ein bisschen zu viel auf Risiko gegangen. Ich habe ein bisschen zu viel mit dem Feuer gespielt“, erklärte sie. „Das Tor war sehr schwer zu fahren. Es war eine sehr enge Fahrweise meinerseits.“ Damit hat Funk bei den Kopf-an-Kopf-Rennen nächste Woche in Augsburg nicht das erste Startwahlrecht auf der Rampe. „Da wird es dann schwierig mit meiner Taktik, aber ich schau mal, wie ich es umgesetzt bekomme.“
Sehr gut im Kajak-Einer präsentierte sich Annkatrin Plochmann (SGV Nürnberg-Fürth) mit drei zweiten und einem dritten Rang. Nicht so gut lief es hingegen für Elena Lilik (Kanu Schwaben Augsburg). Sie hat einen dritten, zwei vierte und einen fünften Platz zu Buche stehen, was aktuell in der Gesamtpunktewertung Platz drei bedeutet. Verfolgt wird sie von Schwester Emily Apel. Somit scheint es auf einen Dreierkampf um die noch zwei verbleibenden Plätze im WM-Team hinauszulaufen.
Noah Hegge (Bild links, Kanu Schwaben Augsburg) hat sich im Kajak-Einer mit seinen drei Siegen und einem zweiten Platz in vier Rennen am Wochenende in Markkleeberg deutlich vom Rest des Feldes im Kajak-Herrenbereich abgesetzt. Der 27-Jährige zeigte sich sehr zufrieden zur Halbzeit der WM-Qualifikation. „Ich denke, ich habe mein Fahren gezeigt. Dass es reicht, ist gut. Jetzt schaue ich, dass ich es in Augsburg zu Ende bekomme und dann liegt der volle Fokus auf Cross“, sagte er. Denn: Mit seinen Ergebnissen – Ränge zwei und fünf – im Cross-Einzelzeitfahren am ersten Tag der Qualifikation haderte er ein wenig. Auch wenn der Augsburger mit seinen drei Siegen im Slalom aktuell das Feld beherrscht, kommen punktuell Nachwuchsathleten an Hegges Fahrzeiten heran.
Ein wenig unter Druck gesetzt fühlt sich der Augsburger schon: „Ich glaube, ich habe hier am meisten zu verlieren. Von mir wird erwartet, dass ich mich ins Team fahre – und möglichst als Erster. Deshalb muss ich schauen, dass ich meine Sachen hier mache. Die anderen – U23 – können deutlich entspannter fahren. Wenn die gewinnen, ist es gut. Aber sie müssen nicht gewinnen. Ich glaube, die Druckverteilung ist eine andere“. Deshalb fahre er mit „einem kalkulierten Risiko“. Er könne sich noch gut erinnern, als man der Herausforderer und nicht der Gejagte war. „Aber es ist auch schön, gefühlt der Gejagte zu sein. Ich nehme die Rolle an. Und ich finde es gut, dass die Jungen herankommen, und dass da Druck kommt. Das heißt, man muss selber dranbleiben.
Nachwuchshoffnung Enrico Dietz (RKV Bad Kreuznach) konnte sich im dritten Rennen vor den Augsburger setzen. Der 20-Jährige war jedoch am ersten Tag auf der sehr schwierig gehangenen Strecke mit zwei 20. Plätzen gar nicht gut in die Qualifikation gestartet. Damit produzierte der Rheinländer bereits seine Streichergebnisse. Nun sollte alles sitzen – was ihm in den Läufen drei und auch vier, mit seinem dritten Platz, gelungen ist.
Im ersten Lauf auf sich aufmerksam machte der 20-jährige Marten Konrad (WSC Bayer Dormagen). Er landete mit nur 0,01 Sekunden Rückstand auf Hegge auf Rang zwei. Allerdings konnte er diese Leistung nicht wiederholen. Es folgten die Ränge 17, zwölf und 18.
Insgesamt konnten alle anderen Kajakpaddler im Feld hinter Hegge bisher keine Stabilität zeigen, weshalb der Augsburger in der Punktewertung bereits einen großen Abstand zwischen sich und die Konkurrenz schaffen konnte. Daran konnte auch der erfahrene Stefan Hengst (KR Hamm), seit vielen Jahren zum WM-Team gehörend, mit dessen Plätzen vier, zwölf, acht und zwei nichts ändern. So zeichnet sich insgesamt nach Hegge ein enger Kampf um die beiden restlichen Plätze im WM-Team ab. Aufgrund der durchmischten Ergebnisse aller Verfolger ist der Ausgang noch völlig offen.
In der Canadier-Herren-Konkurrenz ist nach vier Rennen komplett alles offen. Jeweils einen Sieg einfahren konnten Sideris Tasiadis (Bild unten, Kanu Schwaben
Augsburg), Anton Weber, Niels Zimmermann (beide Leipziger KC) und Hannes Trummer (KV Zeitz). In der aktuellen Gesamtpunktwertung liegt jedoch Timo Trummer (Bild links, KV Zeitz) vorn. Er hat zwei zweite, einen dritten und einen fünften Platz zu Buche stehen. Dennoch lassen die Ergebnisse in keinster Weise eine Prognose zu. Auch Paddler, die noch keinen Sieg einfahren konnten, haben noch alle Chancen auf einen Platz im WM-Team. Tasiadis, der jahrelang das Maß aller Dinge im deutschen Team war, hat immer noch an den Folgen seiner 2025 Ellenbogenverletzung in der vorigen Saison zu kämpfen, weshalb er auch die WM in Australien absagen musste. Der Routinier habe deshalb viel später in das Wintertraining einsteigen können. „Und auch die harten Einheiten, die nötig sind, konnte ich so nicht trainieren“, erklärte der Augsburger, der Anfang Mai 36 Jahre alt wird.
Insgesamt müssen in der Qualifikation im Kanuslalom acht Wertungsrennen absolviert werden, wobei die beiden schlechtesten Ergebnisse gestrichen werden.
Halbzeit bei U18-Qualifikation: Nova Müller führt in zwei Disziplinen die Punktetabelle an
Nach den ersten vier Kanuslalom-Qualifikationsrennen für die Junioren-Nationalmannschaft fallen Nova Müller und Kilian Käding mit ihren Ergebnissen auf.
Im Kampf um die Plätze in der U18-Nationalmannschaft haben Nova Müller (KST Rhein-Ruhr) und Kilian Käding (Leipziger KC) Achtungszeichen gesetzt.
Im Kajak-Bereich der Juniorinnen hat sich Nova Müller (KST Rhein-Ruhr) mit drei Siegen und einem zweiten Platz ein komfortables Polster verschafft. Um die zwei weiteren Plätze im U18-Team scheint sich ein Kampf mehrerer Athletinnen zu entfachen. In der Canadier-Kategorie führt sie mit einem Sieg und drei zweiten Plätzen die Tabelle zur Halbzeit an. Damit ist sie zur großen Konkurrentin von Neele Krech (Leipziger KC) geworden. Letztere liegt im Canadier aktuell auf Rang drei, knapp hinter ihrer Clubkameradin Maxi Müller. Alle drei haben sich zur Halbzeit etwas von den anderen Starterinnen abgesetzt.
Bei den Kajak-Junioren hat sich Kilian Käding mit seinen drei Siegen zur Halbzeit der U18-Qualifikation etwas vom Rest des Feldes abgesetzt, auch wenn sich das in der Gesamtpunktetabelle zur Halbzeit nicht darstellt. Denn im vierten Lauf befuhr er ein Tor nicht korrekt, was mit einer 50-Sekunden-Strafe geahndet wurde. Trotz dieses Patzers kann der Leipziger optimistisch in die zweite Halbzeit der Kanuslalom-Qualifikation am nächsten Wochenende in Augsburg gehen, denn zwei Streichergebnisse darf man sich erlauben.
Im Canadier verschaffte sich Jacob Ungvari (Leipziger KC) mit zwei Siegen und zwei zweiten Plätzen die beste Ausgangsposition. Sehr gut im Rennen ist auch Kjell Kadyck (BSV Halle) mit einem Sieg, einem zweiten und einem dritten Platz.
Im Kajak-Cross wurden in Markkleeberg zwei Einzelrennen ausgetragen. In Summe gewannen Kilian Käding und Helene Schmidt (Kanu Schwaben Augsburg). Doch damit ist noch lange nichts entschieden. In Augsburg nächste Woche werden die Kopf-an-Kopf-Rennen ausgetragen, für das sich die besten Zwölf aus den Einzelrennen qualifiziert haben.
Noch ist alles offen, wer sich für die U18-Nationalmannschaft qualifiziert. Vier weitere Wettkämpfe finden nächste Woche in Augsburg statt. Die Bewertung erfolgt nach einer Punktevergabe aus den besten sechs der insgesamt acht Rennen. Zwei schlechte Läufe kann sich also jeder leisten. Eine Hürde gilt es zudem noch überwinden: So fordert der Deutsche Kanu-Verband einen Leistungsnachweis, um bei internationalen Wettkämpfen dann auch ein Wörtchen mitreden zu können. Drittbester Deutscher zu sein allein, reicht also nicht aus, um mit der U18-Nationalmannschaft unterwegs sein zu dürfen.

Ergebnisse Cross U18 männlich
  1. KAEDING Kilian LKC Leipzig
  2. BITSCH Samuel KSA Augsburg
  3. EICHELE Levi KSA Augsburg
  4. NEUMANN Matti KSA Augsburg
  5. HAEFNER Linus KSA Augsburg
  6. LEMLER Tarek KSV Bad Kreuznach
  7. BRANDENBURG Pascal BSV Halle
  8. EICHELE Moritz KSA Augsburg
  9. REYS Thomas KSA Augsburg
  10. ARNU Marian KK Rosenheim
  11. UNGVARI Jakob LKC Leipzig
  12. SCHMIDT Johann KSA Augsburg

Julian Lindolf


Philipp Süß
Ergebnisse Cross U18 weiblich
  1. SCHMIDT Helene KSA Augsburg
  2. NESSELTRAEGER Katharina KSV Bad Kreuznach
  3. STEINKE Elisa KST Rhein-Ruhr
  4. KRECH Neele LKC Leipzig
  5. TSCHIEDEL Hanna KV Zeitz
  6. MAXEINER Nele KCE Waldkirch
  7. MUELLER Anni LKC Leipzig
  8. MUELLER Nova KST Rhein-Ruhr
  9. KUHLENKAMP Lotta KSG Hildesheim
  10. KAISER Nora KSA Augsburg
  11. PANNEK Aenna BSV Halle
  12. JUNG Britta WSF Zweibrücken 










Elena Lilik

Emely Apel

Marianne Stenglein / Kanu Schwaben Augsburg/ Presse / 26.04.2026 Text und Fotos DKV Uta Büttner


(A)
Die Olympia-Qualifikation startet in dieser Saison –
Am Freitag beginnt der Kampf um die Plätze in der Nationalmannschaft

In diesem Jahr gibt es einen neuen Qualifikationsmodus für die Olympischen Spiele. Und mit Thomas Apel hat ein neuer Cheftrainer die Fäden in der Hand.
In dieser Saison, erstmals zwei Jahre vor den Olympischen Spielen, startet der Kampf um die Quotenplätze im Kanuslalom und Kajak-Cross für Los Angeles 2028.
Der Internationale Kanuverband (ICF) hat ein komplett neues Qualifikationssystem festgelegt. Demnach müssen sich die Länder ihre Quotenplätze über eine Olympia-Rangliste, kontinentale Qualifikationswettkämpfe und eine globale Qualifikationsrunde sichern. Die ICF erklärt: „Da bei großen Wettkämpfen Qualifikationspunkte zu vergeben sind, wird der Einsatz in den Jahren 2026 und 2027 steigen, was zu einer höheren Beteiligung, einem stärkeren Teilnehmerfeld und einem gesteigerten Interesse während des gesamten Olympiazyklus führen wird“.
Im Mittelpunkt des neuen Systems steht die Olympia-Rangliste. In neun, bereits festgelegten Wettkämpfen werden maximal die fünf besten Ergebnisse jedes Athleten gewertet, um die endgültige Olympia-Rangliste zu ermitteln. Die über die Olympia-Rangliste vergebenen Quotenplätze werden mit einer Begrenzung auf einen Platz pro Nation und Disziplin zugeteilt. Ein Athlet kann nur einen Quotenplatz für sein Land erhalten. Sobald dies erreicht ist, kommt er nicht mehr für weitere Quotenplätze in Betracht.
Der Wertungszeitraum läuft vom 20. Juli 2026 bis zum 3. Oktober 2027, wobei Punkte an einzelne Athleten bei jedem Wettkampf der Olympischen Rangliste vergeben werden, darunter die ICF-Kanu-Slalom-Weltmeisterschaften 2026 und 2027 sowie sieben Weltcups über zwei Saisons hinweg. Für jede olympische Disziplin gibt es eine eigene Rangliste.
Ein Problem dabei ist, dass die Punkte personengebunden sind. Ein Beispiel: Würde im Kajak-Einer der Damen beispielsweise Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) 2026 die meisten Punkte einfahren und 2027 aus irgendeinem Grund nicht starten können, gehen diese Punkte für Deutschland quasi verloren, denn für einen Quotenplatz dürfte es dann nicht reichen. Falls zwar beispielsweise Elena Lilik (KS Augsburg) theoretisch mit ihrer Punktzahl den Quotenplatz im Kajak-Einer holen würde, aber zuvor bereits im Canadier-Einer einen Platz für Deutschland geholt hat, bekommt Deutschland diesen nicht zugesprochen.
Jedoch bedeutet diese Personengebundenheit auch, dass Nachwuchskader in den kommenden zwei Jahren schlechtere Karten haben. Denn, um nahezu sicherzustellen, dass Athleten mit vielen im Jahr 2026 gesammelten Olympia-Quali-Punkten auch 2027 zum Nationalteam gehören, bekommen diese für die nationale Qualifikation im nächsten Jahr viele Bonuspunkte.
Das deutsche Trainerteam ist enttäuscht über dieses neue Qualifikationssystem, da damit die Nachwuchsförderung auf zwei Jahre behindert wird. Entsprechend habe man geplant, um auch Jüngeren Einsatzchancen zu geben. So werden einige, nicht zur Olympia-Qualifikation gehörende Wettkämpfe, von großen Teilen des A-Teams nicht besetzt werden. Dazu gehören dann vermutlich auch die Europameisterschaften im italienischen Ivrea.
Neue Nominierungskriterien für deutsche Nationalmannschaft
Statt der 2025 im Kanuslalom ausgetragen sechs Wertungsrennen, werden in diesem Jahr acht ausgetragen, wobei die beiden schlechtesten Platzierungen nicht in die Wertung eingehen.
Im Kajak-Cross kann sich diesmal niemand über die Qualifikation im Kajak-Einer automatisch auch für Kajak-Cross vornominieren. Alle Plätze für das National-Team in dieser Disziplin werden über die Qualifikationswettkämpfe im Cross vergeben.
Wer am Ende zur WM nach Oklahoma City (USA) fahren darf, hängt nicht nur von den Platzierungen bei der nationalen Qualifikation ab, auch ein entsprechender, vom DKV geforderter Leistungsnachweis muss erbracht werden. Zudem bedarf es am Ende der offiziellen Nominierung durch den DKV.
Vorbereitung auf die Saison
Die Vorbereitung auf die neue Saison lief nach Plan, wie der neue Cheftrainer Thomas Apel sagte. „Die Lehrgänge in Dubai und Pau in Vorbereitung auf die Saison sind sehr gut verlaufen. Es herrscht ein sehr gutes Klima im Team“, sagt Apel. Einzig der zweifache Olympia-Medaillengewinner und Weltmeister von 2022, Canadierspezialist Sideris Tasiadis (KS Augsburg), konnte nach seiner Ellbogenverletzung – die zur WM-Absage geführt hatte – im vergangenen Jahr bisher noch nicht in vollem Umfang trainieren, wie der Athlet mitteilt. Sein Ellbogen sei inzwischen soweit ganz gut, sagt der 35-Jährige. „Ich bin natürlich nicht ganz so fit wie die anderen, weil ich mit dem Trainingseinstieg später angefangen habe und ein paar Trainingsinhalte erst später einbauen konnte.“ Härtere Trainingseinheiten seien nur punktuell möglich, „aber nicht in dem Maß, wie die anderen es machen können“. An der nationalen Qualifikation werde er aber auf jeden Fall teilnehmen. Klares Ziel sei, auch 2026 zum Nationalteam zu gehören.
Spannende nationale Qualifikation zu erwarten
Mit dem Karriereende von Hannes Aigner (Augsburger KV) gibt es einen starken Kajak-Paddler weniger – eine gute Chance also für die Nachwuchssportler. Spannend wird auch sein, wie sich die Deutschen im Kajak-Cross weiterentwickelt haben. Beispielsweise sorgte Canadierspezialistin Andrea Herzog (Leipziger KC) mit ihren Ergebnissen in dieser, für sie sehr neuen Disziplin für ein Achtungszeichen. Auch begeisterte ihr Klubkamerad, der 19-jährige Niels Zimmermann mit seinem Auftreten im Canadier. Können in dieser Saison weitere junge Talente folgen? Es wird spannend.
Uta Büttner
 Terminplan 2026:
24. – 26. April Nationale Qualifikation Teil 1 in Markkleeberg (LK/U23/U18)  
1. – 3. Mai Nationale Qualifikation Teil 2 in Augsburg (LK/U23/U18)  
29. – 31. Mai 1. WC Ljubljana-Tacen (Slowenien)  
5. – 7. Juni 2. WC Prag (Tschechien)  
12. – 14.Juni 3. WC Augsburg (Deutschland)  
20. – 25. Juli Weltmeisterschaften Oklahoma City (USA) OQ
4. – 6. September 4. WC Vaires-sur-Marne (Frankreich) OQ
11. – 13. September WC-Finale La Seu d‘Urgell (Spanien) OQ
24. – 26. September Europameisterschaften Ivrea (Italien)  
2. – 4. Oktober Deutsche Meisterschaften in Markkleeberg (Deutschland)  
 
OQ = Wettkämpfe für Olympia-Qualifikation
Nationale Quali Markkleeberg: https://slalomevents.de/2026-dkv-sichtung/
Nationale Quali Augsburg: https://www.eiskanal-augsburg.de/kanu-veranstaltungen/dkv-quali-kanuslalom/
Marianne Stenglein /BKV Bezirk Schwaben 22.4.2026 / Text Uta Büttner 

(A)
Augsburger Sportgala im Kongresszentrum wieder ein absolutes Highlight!
Von den beiden Augsburger Kanuvereinen waren wieder zahlreiche Sportlerinnen und Sportler unter den Geehrten! 
Die Oberbürgermeisterin Eva Weber ehrte die erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler aus den insgesamt 200 Vereinen Augsburgs zusammen mit dem Sportreferenten Jürgen K. Einninger. In Augsburg werden insgesamt 150 Sportarten betrieben. Frau Weber freute sich auch, dass die Stadt Augsburg Teil der Münchner Bewerbung der Olympischen Sommerspiele der Jahre 2036 + (2040, 2044) ist.
Das Rahmenprogramm wurde durch den TSV Firnhaberei 1926 e.V. gestaltet und mit ihm begann (nach der Begrüßung durch Frau Weber) der Gala Abend.
Die anschließenden Ehrungen der Sportlerinnen und Sportler nahmen den größten Anteil des Abends ein, die Reihenfolge der Ehrungen:
Skaterhockey, Flag Football, Golf, Badminton, Ultimate Frisbee, Pickleball, dann der große Block des Kanusports: Kanuslalom, Kajak Cross, Rafting, Stand-up-Paddling, Wildwasser gefolgt von Schwimmen, Wasserspringen, Judo, Kraftdreikampf, Radsport, Leihtathletik, Geräteturnen, Motorsport, Nationalspieler, überraagende internationale Leistungen.
Ein ganz besondere Ehrung gab es für den Präsidenten unseres Hauptvereins Hans Peter Pleitner, er erhielt die Goldene Verdienstnadel der Stadt Augsburg verliehen. HP Pleitner ist seit 2011 Präsident des TSV 1847 Schwaben Augsburg e.V.. Der frühere Hockeyspieler ist beim Bayerischen Hockeyverband Vorsitzender des Verbandsschiedsgerichts. Bei der Kanuslalom Weltmeisterschaft 2022 traten 380 Sportlerinnen und Sportler aus 70 Nationen in zehn Medaillen-Entscheidungen gegeneinander an und hier war HP Pleitner der Chef Organisator der WM am Eiskanal. Von Beruf ist er Rechtsanwalt und zudem ist er Vorsitzender des Sportbeirats der Stadt Augsburg Der Sportbeirat hat die Aufgabe, den Stadtrat und die Stadtverwaltung in allen Fragen des Sports zu beraten. Eine wahrhaft verdiente Ehrung für den rührigen TSV Schwaben Präsidenten. Herzlichen Glückwunsch von seinen Kanu Schwaben.
Die Sportlerwahl des Jahres wurde wieder (wie bereits seit 30 Jahren) durch den Verein Augsburg, Allgäuer Sportpresse durch Frau Bogenreuther bekannt gegeben
und die Ehrung erfolgte durch OB Frau Weber und Herbert Schmoll. 

Sportler des Jahres: 
1. Nico Sturm (Eishockey)
2. Georg Zimmmermann (Radsport)
3. Noah Hegge (Kanuslalom)

Sportlerin des Jahres:
1. Tina Rupprecht (Boxen)
2. Ricarda Funk (Kanuslalom)
3. Helena Schuster (Leichtathletik)

Bei der Mannschaft des Jahres sicherte sich dieses Jahr das American Footbaall Team den ersten Platz, gefolgt von TC Augsburg (Tennis) und den dritten Platz belegten die Kanu Slalom Herren Noah Hegge, Hannes Aigner und Stefan Hengst, welche gemeinsam Gold bei der Europameisterschaft holten.
Nach diesem Marathon der Ehrungen ging es für die Gäste und Geehrten zum Buffet und der Abend endete mit vielen gemeinsamen Gespräche.
Herzlichen Glückwunsch an die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler und besonders unseren 21 Kanu Schwaben. Die neue Saison steht an, die nationale Kanuslalom WM Qualifikation findet vom 1.-3.5.2026 wieder auf dem Olympiakanal statt. Aber auch im April gibt es die „offene Bayerische Meisterschaft“ mit dem Kuhsee Cup, entweder teilnehmen oder zuschauen, das lohnt sich!
Marianne Stenglein BKV Bezirk Schwaben / Presse /Text und Fotos von M.Stenglein 22.03.2026

(A)
 Glückwunsch an unsere Kanuslalom Sportlerinnen und Sportler für diese herausragende Ehrung - besonders für drei Kanu Schwaben Elena Lilik, Sideris Tasiadis und Ricarda Funk (KSA&KSV Badkreuznach).
und Hannes Aigner vom Nachbarverein AKV
Höchste staatliche Auszeichnung im deutschen Sport
Das Silberne Lorbeerblatt wird im Namen des Bundespräsidenten an Sportlerinnen und Sportler verliehen, die sich durch besondere internationale Erfolge verdient gemacht haben. Die Auszeichnung steht dabei nicht nur für einzelne Titel, sondern für den gesamten sportlichen Weg.
Zwölf Sportlerinnen und Sportler des Deutschen Kanu-Verbandes aus dem Kanu-Rennsport und Kanu-Slalom wurden am 19.01.2026 in Berlin mit der höchsten sportlichen Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland, dem Silbernen Lorbeerblatt, geehrt.
Übergeben wurde das Silberne Lorbeerblatt, dass der Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier verleiht, von Staatsministerin für Sport und Ehrenamt Dr. Christiane Schenderlein (CDU). Mit der Ehrung werden herausragende sportliche Leistung auf internationalem Niveau gewürdigt, sondern auch vorbildliche Haltung - geprägt von Fairplay und Teamgeist. Die feierliche Übergabe fand im Bundeskanzleramt in Berlin statt.
Die DKV-Präsidentin Dajana Peffestorff gratulierte den ausgezeichneten Athletinnen und Athleten persönlich im Bundeskanzleramt, wo die Ehrung stattfand, und betonte die Bedeutung der Ehrung für den Kanusport:
„„Es erfüllt mich mit großem Stolz, dass so viel herausragende Kanusportlerinnen und Kanusportler für ihre außergewöhnlichen Leistungen mit dem Silbernen Lorbeerblatt geehrt wurden. Hinter jedem Erfolg stehen jahrelange harte Arbeit, große Leidenschaft und der Mut, immer wieder an die eigenen Grenzen zu gehen. Sie alle haben den Kanusport in Deutschland auf beeindruckende Weise vertreten und sind für mich persönlich wie auch für unseren Verband echte Vorbilder. Dafür danke ich ihnen von Herzen und gratuliere zu dieser besonderen und hochverdienten Auszeichnung.“ “

Geehrt aus dem Kanu-Slalom wurden: 
Hannes Aigner 
Olympische Bronzemedaille K1 2012 und 2021,
Weltmeister K1 2018 in Rio de Janeiro (BRA) sowie
Team-Weltmeister K1 2022 in Augsburg (GER)

Ricarda Funk
Olympiasiegerin K1 2021,
Weltmeisterin K1 2021 in Bratislava (SVK) und
Weltmeisterin K1 2022 in Augsburg (GER)

Andrea Herzog
Weltmeisterin C1 2019 in La Seu d’Urgell (ESP) und
Weltmeisterin C1 2022 in Augsburg (GER)

Elena Lilik 
Weltmeisterin C1 2021 in Bratislava (SVK)

Sideris Tasiadis
Weltmeister 2022 in Augsburg (GER)

Die Ehrung erhielten aus dem Kanu-Rennsport:
Sebastian Brendel 
Weltmeister Kanu-Rennsport 2017 in Račice (CZE)

Tim Hecker 
Weltmeister Kanu-Rennsport 2023 in Duisburg (GER)
Peter Kretschmer 
Weltmeister 2017 in Račice (CZE) und 2023 in Duisburg (GER)
Max Lemke
Weltmeister 2017 in Račice (CZE), 2018 in Montemor-o-Velho (POR),
2019 in Szeged (HUN) und 2023 in Duisburg (GER)

Tom Liebscher-Lucz 
Weltmeister 2017 in Račice (CZE) und 2023 in Duisburg (GER)
Ronald Rauhe 
Weltmeister 2017 in Račice (CZE)
Conrad-Robin Scheibner 
Weltmeister 2021 in Kopenhagen (DEN)

Im Anschluss an die Ehrungszeremonie fand ein Empfang mit den ausgezeichneten Athletinnen und Athleten statt, zu dem auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeitweilig dazustieß, um seine Glückwünsche persönlich zu übermitteln.
Am 4. Februar wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue weitere die Medaillengewinnerinnen und-gewinner der World Games 2025 und der Sommerspiele der Gehörlosen (Deaflympics) ehren.Quelle DKV
Leider fehlen bei der DKV Veröffentlichung etliche wichtige Titel bei Elena Lilik ( Silbermedaille bei den olympischen Spielen 2024 in Paris u.a.) und Sideris Tasiadis (2012 und 2021 im C 1 olympische Bronzemedaille) um nur die wichtigsten zu nennen!
Marianne Stenglein, 29.01.2026



Für die Weltmeisterschaften im Kanu-Slalom in Oklahoma City, USA ist der Ticket-Vorverkauf gestartet
Der Ticketverkauf für die Kanuslalom-Weltmeisterschaften 2026 des Internationalen Kanuverbandes (ICF) hat begonnen. Die Titelkämpfe finden vom 20. bis 25. Juli 2026 im Whitewater Center in Oklahoma City (USA) statt.
Die Anlage wird auch Austragungsort der Kanuslalom-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen Los Angeles 2028 sein. Damit bietet die Weltmeisterschaft einen frühen Einblick in Wettkämpfe auf olympischem Niveau.

Noah Hegge

Emely Apel

Elena Lilik

Ricarda Funk
Rund 300 Athletinnen und Athleten aus etwa 50 Nationen werden in den Disziplinen Canadier, Kajak und Kayak Cross um die Weltmeistertitel kämpfen. Es ist die erste Austragung einer Kanu--Slalom-WM in Nordamerika seit mehr als zehn Jahren.
Neben den sportlichen Wettbewerben ist ein umfangreiches Rahmenprogramm mit täglicher Unterhaltung sowie gastronomischen Angeboten geplant. Die offizielle Eröffnungsfeier findet am Samstag, 19. Juli 2026, statt.
Tickets, darunter Tages- und Mehrtagestickets, sind über Tickets Kanu-Slalom-WM erhältlich.
Weitere Informationen zu Zeitplänen, Tickets und organisatorischen Hinweisen gibt es auf okc2026.com
Marianne Stenglein, 28.01.2026


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